Putin in Peking: Russland und China bekräftigen grenzenlose Partnerschaft
Wichtige Fakten
- • Putin zu 25. Besuch in China eingetroffen.
- • Xi und Putin trafen sich bereits über 40 Mal.
- • China kaufte seit Kriegsbeginn fossile Brennstoffe für 367 Mrd. Dollar.
- • Neue Gaspipeline 'Power of Siberia 2' mit 50 Mrd. Kubikmeter Kapazität geplant.
- • China will Russland nicht als Verlierer des Ukraine-Kriegs sehen.
Staatsbesuch und strategische Partnerschaft
Russlands Präsident Wladimir Putin ist zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Peking eingetroffen – seinem 25. Besuch in China. Beim Treffen mit Chinas Staatspräsident Xi Jinping soll die „grenzenlose Freundschaft“ bekräftigt werden, die seit mehr als vier Jahren besteht. Xi und Putin trafen sich bereits über 40 Mal, was die enge persönliche Bindung unterstreicht. Der Kreml kündigte die Unterzeichnung von rund 40 Dokumenten in den Bereichen Industrie, Handel und Bauwesen an. Die Reise steht im Zeichen des 25. Jahrestags des Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit.
Wirtschaftliche Kooperation und Energieabhängigkeit
China ist Russlands wichtigster Handelspartner und bezieht große Mengen Öl und Gas zu vergünstigten Preisen. Seit der Ukraine-Invasion hat China russische fossile Brennstoffe im Wert von über 367 Milliarden US-Dollar gekauft. Im Gegenzug liefert China Autos, Maschinen, Elektronik und Computerchips – auch sogenannte Dual-Use-Güter mit militärischer Nutzung. Ein zentrales Projekt ist die Erdgaspipeline 'Power of Siberia 2' mit einer Kapazität von 50 Milliarden Kubikmetern jährlich, die über die Mongolei verlaufen soll. Sie würde Chinas Abhängigkeit von der Straße von Hormus verringern, könnte aber auch eine zu große Abhängigkeit von Russland schaffen.
Geopolitische Dynamik und Ukraine-Krieg
Der Besuch erfolgt nur vier Tage nach dem von US-Präsident Donald Trump in Peking, was Chinas wachsende Rolle als diplomatische Drehscheibe unterstreicht. China hat die russische Invasion in der Ukraine nicht verurteilt und liefert offiziell keine Waffen. Experten wie Bernhard Bartsch vom MERICS betonen, dass China nicht will, dass Russland den Krieg verliert. Der Ukraine-Krieg und der Iran-Krieg dürften Themen beim Treffen sein. Putin wird von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet, darunter Gazprom-Chef Alexej Miller und Rosneft-Chef Igor Setschin.
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