Putin weist deutsche Drohnenvorwürfe zurück und kündigt Vergeltung an
Wichtige Fakten
- • Putin nennt deutsche Vorwürfe 'schweren Fehler'.
- • Moskau kündigt spiegelbildliche Reaktion an.
- • Bundesregierung macht Russland für Drohnenangriff verantwortlich.
- • Russische Truppen rücken im Donbass vor, so Putin.
- • Putin schließt Verhandlungen mit Ukraine aus.
Russland weist Vorwürfe zurück
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die von der Bundesregierung verhängten Strafmaßnahmen nach dem mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle scharf verurteilt. Bei einer Pressekonferenz in Bischkek bezeichnete er die Reaktion der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz als „schweren Fehler“, der den Interessen des deutschen Volkes zuwiderlaufe. Er warf der Bundesregierung vor, mit den Vorwürfen innenpolitisch motivierte Wahlkampfmanöver zu betreiben. Auf die Frage nach Beweisen für eine russische Verantwortung antwortete Putin: „Wo sind die Beweise?“ Russlands Botschafter in Berlin sprach von „absurden“ Anschuldigungen und einer „hastig zusammengezimmerten Provokation“.
Vergeltung angekündigt
Das russische Außenministerium kündigte eine „spiegelbildliche“ Reaktion auf die deutschen Maßnahmen an, ohne zunächst konkrete Schritte zu nennen. Zuvor war der russische Botschafter ins Auswärtige Amt einbestellt worden. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte betont, dass polizeiliche Ermittlungen, Tatmuster und nachrichtendienstliche Erkenntnisse eine russische Verantwortung belegen.
Putin zu Ukraine-Krieg
Putin äußerte sich in Bischkek auch zum Krieg in der Ukraine und behauptete, russische Truppen rückten immer schneller vor, etwa im Gebiet Donezk. Die ukrainischen Angriffe auf russische Ziele und Schiffe seien zwar teils erfolgreich, verursachten aber keine kritischen Schäden. Eine Verhandlung mit der jetzigen ukrainischen Führung lehnte er erneut ab und bezeichnete sie als „Terroristen“. Diese Darstellung widerspricht Einschätzungen ukrainischer und westlicher Beobachter, die eine Verlangsamung des russischen Vormarsches feststellen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.