Recht auf Zugang zur Natur: Bewegung für schottische Zugangsrechte in England gewinnt an Fahrt
Wichtige Fakten
- • In England sind nur 8% der Landfläche für die Öffentlichkeit zugänglich.
- • Die Dokumentation 'Our Land' porträtiert die wachsende 'Right to Roam'-Bewegung.
- • Ein 2023er Gerichtsentscheid zu Wildcampen auf Dartmoor löste Proteste aus und wurde vom Supreme Court aufgehoben.
- • Aktivisten fordern ein schottisches Zugangsgesetz für England.
- • Die britische Regierung lehnt eine direkte Übernahme des schottischen Modells ab.
Eine neue Dokumentation mit dem Titel „Our Land“ zeigt, dass der Ärger und die Dynamik für schottische Zugangsrechte in England zunehmen. Derzeit ist die Öffentlichkeit nur auf 8% der Landfläche Englands willkommen. Der Film begleitet Aktivisten bei kleineren Massenbesetzungen auf Privatgrundstücken und interviewt Landbesitzer von Devon bis Schottland.
Hintergrund und Ziele
Die „Right to Roam“-Bewegung entstand vor fünf Jahren und greift auf Taktiken früherer Kämpfer zurück, wie den Massenprotest auf dem Kinder Scout 1932. Der jüngste Auslöser war der Kampf um Wildcamping-Rechte auf Dartmoor, nachdem ein Gerichtsurteil des Obersten Gerichtshofs 2023 Landbesitzern das Entfernen von Campern erlaubte. Dies führte zu Massenprotesten und schließlich zur Aufhebung des Urteils durch den Supreme Court.
Aktivisten wie Nick Hayes fordern die Regierung auf, ein schottisches Zugangsgesetz einzuführen, das in Schottland bereits seit 2003 das Recht auf verantwortungsvollen Zugang zu den meisten Land- und Binnengewässern gewährt. Landbesitzer äußern Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und der Kosten für die Öffentlichkeit, während Befürworter auf die positiven Erfahrungen aus Schottland und Skandinavien verweisen.
Die britische Regierung zeigte sich jedoch zurückhaltend und verwies auf Unterschiede in Landnutzung und Bevölkerungsdichte. Stattdessen setzt sie auf eigene Initiativen wie neue National River Walks und den King Charles III England Coast Path. Die Dokumentation „Our Land“ soll ab dem 8. Mai in den Kinos zu sehen sein und eine fundierte Debatte anstoßen.
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