Rekord-El Niño bedroht globale Wetterextreme
Wichtige Fakten
- • El Niño könnte stärkster seit 1950 werden.
- • Meerestemperaturen im Pazifik über 2 Grad über Normal.
- • 2027 droht heißestes Jahr seit Aufzeichnungen zu werden.
- • Monsoonregen in Südasien unterdurchschnittlich, Hurrikane reduziert.
- • El Niño kann Dürren und Überschwemmungen weltweit verstärken.
Beispielloser El Niño zeichnet sich ab
Die aktuellen Vorhersagen des britischen Wetterdienstes Met Office deuten auf einen El Niño hin, der so stark sein könnte wie keiner seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Die Meerestemperaturen im zentralen Pazifik liegen bereits über 2 Grad Celsius über dem Durchschnitt, und es wird erwartet, dass sie in den kommenden Monaten sogar die 3-Grad-Marke überschreiten. Dies wäre beispiellos und könnte den stärksten El Niño seit dem 19. Jahrhundert markieren.
Globale Auswirkungen spürbar
Die Auswirkungen sind bereits jetzt in verschiedenen Regionen der Welt zu beobachten. In Südasien fällt der Südwestmonsun schwächer aus als üblich, was zu Trockenheit führt. Auch die Hurrikanaktivität im Atlantik ist unterdrückt, da die Windmuster durch den El Niño verändert werden. Betroffen sind auch Australien, wo Dürren und Buschbrände drohen, sowie Peru, Ecuador und die südlichen USA, wo mit Überschwemmungen zu rechnen ist.
Rekordtemperaturen und Zukunft
Der El Niño setzt große Mengen Wärme aus dem Ozean frei, was die globale Durchschnittstemperatur weiter ansteigen lässt. In Verbindung mit dem menschengemachten Klimawandel könnte dies dazu führen, dass 2027 das wärmste Jahr seit Aufzeichnungsbeginn wird, so die Klimaforscher. Diese Entwicklung könnte auch das Wetter in Europa beeinflussen, mit nasseren und stürmischeren Herbst- und Wintermonaten.
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