Rekordabsatz chinesischer Elektroautos in Europa
Wichtige Fakten
- • Chinesische E-Autos erreichen 14,2 % Marktanteil in Westeuropa.
- • Verkäufe stiegen um fast 5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr.
- • UK größter Markt wegen niedriger Zölle, Italien dank Subventionen.
- • EU erwägt Zölle auf Plug-in-Hybride aus China.
Chinesische E-Auto-Verkäufe in Westeuropa erreichen Rekordhoch
Chinesische Elektroautos haben in Westeuropa einen Rekordabsatz erzielt. Laut Schmidt Automotive Research stieg der Marktanteil chinesischer Marken bei vollelektrischen Fahrzeugen in den ersten fünf Monaten dieses Jahres auf 14,2 Prozent – das ist etwa eines von sieben verkauften Batterieautos. Mit 171.800 verkauften Einheiten lag der Zuwachs bei fast fünf Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Trotz Zöllen und Vorwürfen des Dumping
Diese Steigerung erfolgte trotz EU-Zöllen von bis zu 35,3 Prozent auf einige in China hergestellte E-Autos zusätzlich zum Standardzoll von 10 Prozent. Die Zahlen dürften die Forderungen nach Quoten und höheren Zöllen verstärken, um europäische Hersteller zu schützen. Vor allem Marken wie BYD, Chery, SAIC und Xpeng drängen auf den europäischen Markt.
UK und Italien als wichtigste Märkte
Großbritannien ist der größte Markt für chinesische E-Autos, da die Regierung keine zusätzlichen Zölle erhebt – ein Viertel aller Verkäufe entfallen auf den britischen Markt. Italien folgt mit einem Fünftel, wobei der Anstieg laut Schmidt-Analyse auf die Subventionen für das günstige Modell Leapmotor T03 zurückzuführen ist, das zeitweise nur 5.000 Euro kostete.
Trend zu Hybriden erwartet
Experten gehen davon aus, dass der Absatz reiner E-Autos aus China vorerst seinen Zenit erreicht hat und Hersteller nun verstärkt auf Plug-in-Hybride setzen, für die bisher keine Zölle gelten. Diese könnten jedoch bald ebenfalls belegt werden, insbesondere nach Forderungen von Volkswagen-Chef Oliver Blume.
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