Rekordverdächtiger Anstieg: Über eine Million Kinder in England in psychiatrischer Behandlung
Wichtige Fakten
- • Über eine Million Kinder in psychiatrischer Behandlung (Anstieg 10%.).
- • Fast doppelt so viele wie 2018-19.
- • Angst ist häufigster Grund (16% der Überweisungen).
- • Autismusverdacht um fast 50% auf 96.000 gestiegen.
- • Ein Drittel der Kinder wartet auf Behandlung, 60.000 über zwei Jahre.
Besorgniserregende Entwicklung
Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in England an psychiatrische Dienste überwiesen werden, erreicht mit über einer Million einen neuen Höchststand. Das geht aus dem Jahresbericht der Kinderbeauftragten Dame Rachel de Souza hervor. Demnach ist die Zahl der Überweisungen im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent gestiegen und hat sich seit 2018/19 fast verdoppelt.
Anstieg bei spezifischen Diagnosen
Mit 16 Prozent aller Fälle ist Angst der häufigste Überweisungsgrund. Besonders auffällig ist der Anstieg bei Verdacht auf Autismus: Hier gab es binnen eines Jahres einen Zuwachs von fast 50 Prozent auf mehr als 96.000 Fälle. Auch andere neurologische Entwicklungsstörungen wie ADHS und das Tourette-Syndrom nehmen deutlich zu.
Lange Wartezeiten und Ungleichheiten
Über ein Drittel der Kinder wartet auf Behandlung, mehr als 60.000 sogar über zwei Jahre. Weniger als jedes fünfte Kind mit Autismusverdacht erhielt 2024/25 tatsächlich eine Therapie; die Wartezeit betrug im Schnitt ein Jahr. Zudem zeigen sich eklatante Ungleichheiten: Schwarze Kinder werden häufiger erst in akuten Krisen überwiesen als weiße, und Kinder aus den ärmsten Gegenden sind überrepräsentiert.
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