Rheinmetall-proteste eskalieren: Verletzte und Festnahmen in Köln
Wichtige Fakten
- • Mehr als 3.000 Menschen demonstrierten; ursprünglich 400 angemeldet.
- • 11 Polizisten verletzt, ein Beamter dienstunfähig.
- • Rund 300 Teilnehmer vorübergehend festgesetzt.
- • Mehrere Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.
- • Wasserwerfer und Schlagstöcke eingesetzt (Vorwurf der Exzessiven Gewalt).
Demonstration mit Gewalt
An diesem Samstag demonstrierten mehr als 3.000 Menschen in der Kölner Innenstadt gegen die Rüstungsindustrie. Das Bündnis "Rheinmetall entwaffnen" hatte ursprünglich nur 400 Teilnehmende angemeldet. Im Verlauf des Protestzugs kam es immer wieder zu Zündungen von Pyrotechnik und Zusammenstößen mit der Polizei.
Polizeieinsatz und Vorwürfe
Die Polizei berichtete von Angriffen durch einzelne Teilnehmende, darunter der Beschuss mit Metallkugeln. Daraufhin kesselte sie mehrere hundert Personen ein und nahm ihre Identitäten auf. Demonstrierende klagen über unverhältnismäßige Gewalt, auch durch den Einsatz von Schlagstöcken. Insgesamt wurden 11 Polizistinnen und Polizisten verletzt, eine Person musste den Dienst beenden. Das Bündnis meldet zudem verletzte Demonstranten.
Festnahmen und Folgen
Die Polizei leitete mehrere Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Landfriedensbruchs ein. Etwa 300 Personen wurden vorübergehend festgesetzt, ihre Personalien aufgenommen. Der Protestzug konnte nach mehreren Unterbrechungen planmäßig beendet werden. Bereits zuvor hatte die Polizei campierende Mitglieder der Gruppe festgesetzt, die eine Bundeswehr-Kaserne blockierten. Das erste Protestcamp im August 2025 führte ebenfalls zu Gewalt und juristischen Nachwirkungen.
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