Robert Mueller gestorben: Der frühere FBI-Direktor und Sonderermittler stirbt mit 81 Jahren
Wichtige Fakten
- • Robert Mueller, ehemaliger FBI-Direktor und Sonderermittler, ist im Alter von 81 Jahren gestorben.
- • Er leitete die FBI von 2001 bis 2013 und reformierte sie nach den 9/11-Anschlägen.
- • Mueller untersuchte als Sonderermittler die mutmaßliche russische Einmischung in die US-Wahl 2016.
- • Sein Bericht fand keine Belege für Geheimabsprachen zwischen Trump-Team und Russland, entlastete Trump aber nicht.
- • Ex-Präsident Trump reagierte mit Genugtuung, Obama und Bush würdigten Mueller als herausragenden Staatsdiener.
Nachruf auf eine prägende Figur
Robert Mueller, der frühere FBI-Direktor und Sonderermittler in der Russland-Affäre, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Dies berichten Medien wie die New York Times und BBC unter Berufung auf seine Familie. Mueller leitete die Bundespolizei FBI zwölf Jahre lang von 2001 bis 2013 und reformierte sie nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu einer modernen Anti-Terror-Behörde.
Die Russland-Ermittlungen und ihr Echo
Als Sonderermittler untersuchte Mueller von 2017 bis 2019 die mutmaßliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016, von der Donald Trump profitiert haben soll. Sein 448-seitiger Bericht fand zwar keine Belege für Geheimabsprachen zwischen dem Trump-Wahlkampfteam und Russland, betonte aber, dass Trump dadurch nicht entlastet sei. Trump hatte die Ermittlungen wiederholt als "Hexenjagd" bezeichnet und reagierte auf Muellers Tod mit den Worten: "Ich bin froh, dass er tot ist."
Würdigungen und Hintergrund
Ex-Präsident Barack Obama würdigte Mueller als "einen der herausragendsten Direktoren in der Geschichte des FBI" und hob sein "unermüdliches Engagement für die Rechtsstaatlichkeit" hervor. Auch George W. Bush, unter dem Mueller FBI-Direktor wurde, zeigte sich "tief traurig". Mueller, der im Vietnamkrieg diente und mit Auszeichnungen wie dem Bronze Star geehrt wurde, hinterlässt seine Frau, zwei Töchter und drei Enkelkinder. Vergangenes Jahr war bekannt geworden, dass er an Parkinson erkrankt war.
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