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International 10.03.2026, 11:39

Royal Navy verstärkt Präsenz im östlichen Mittelmeer

RFA Lyme Bay als Unterstützungsschiff mit medizinischen Einrichtungen in erhöhte Bereitschaft versetzt.

Wichtige Fakten

  • RFA Lyme Bay als Unterstützungsschiff mit medizinischen Einrichtungen in erhöhte Bereitschaft versetzt.
  • HMS Dragon soll britische Militärbasis in Zypern vor Drohnenangriffen schützen.
  • Über 37.000 britische Staatsbürger aus der Region bereits evakuiert.

Verstärkung der Marinepräsenz

Das britische Verteidigungsministerium (MoD) hat die Unterstützungsschiffe RFA Lyme Bay und HMS Prince of Wales in erhöhte Bereitschaft versetzt, um bei Bedarf Evakuierungen und medizinische Hilfe für britische Staatsbürger im östlichen Mittelmeer zu leisten. RFA Lyme Bay, derzeit in Gibraltar, verfügt über eine Luftfahrzeugplattform und medizinische Einrichtungen, ist aber noch nicht beauftragt. Die Maßnahmen werden als Vorsichtsmaßnahme beschrieben, da seit Kriegsbeginn am 28. Februar iranische Drohnen und Raketen Ziele in Golfstaaten getroffen haben, darunter auch zivile Infrastruktur.

Verzögerungen bei der Einsatzbereitschaft

Der Zerstörer HMS Dragon, der zum Schutz der britischen Luftwaffenbasis Akrotiri in Zypern entsendet werden soll, befindet sich noch in Portsmouth. Ursprünglich für eine NATO-Mission vorgesehen, musste das Schiff in nur sechs Tagen statt der üblichen sechs Wochen für den neuen Einsatz umgerüstet werden, was zu Verzögerungen führte. Das MoD betont, dass die Besatzungen rund um die Uhr arbeiten, um das Schiff innerhalb weniger Tage einsatzbereit zu machen. Kritiker sehen in den Verzögerungen ein Zeichen für Überlastung und Ressourcenknappheit der Royal Navy.

Luftverteidigungsmaßnahmen und Evakuierungen

Neben den Marineeinheiten hat das Vereinigte Königreich drei Wildcat-Hubschrauber mit Anti-Drohnen-Fähigkeiten nach Zypern verlegt. RAF Typhoon-Kampfjets haben bereits zwei iranische Drohnen über Jordanien und Bahrain abgeschossen. Bisher wurden über 37.000 britische Staatsbürger aus der Region evakuiert, während mehr als 170.000 Personen ihre Anwesenheit registriert haben. Kommerzielle Flüge in der Region nehmen langsam wieder auf, nachdem viele Airlines ihre Dienste eingestellt hatten.

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