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Politik 08.05.2026, 05:07 Aktualisiert: 08.05.2026, 10:03

IS-Rückkehrerinnen in Australien: Frauen vor Gericht

Janai Safar (32) bleibt wegen IS-Mitgliedschaft in Haft.

Wichtige Fakten

  • Janai Safar (32) bleibt wegen IS-Mitgliedschaft in Haft.
  • Kawsar und Zeinab Ahmad am Montag gegen Kaution vor Gericht.
  • Kawsar Ahmad soll Sklavin für 10.000 US-Dollar gekauft haben.
  • Anklage: Verbrechen gegen die Menschlichkeit wegen Versklavung.
  • Rückkehr aus Lager al-Roj; Koalition kritisiert Regierung.

Gerichtsverhandlungen gegen IS-Rückkehrerinnen

Drei australische Frauen mit Verbindungen zur Terrororganisation Islamischer Staat (IS) sind nach ihrer Rückkehr aus syrischen Flüchtlingslagern vor Gericht gestellt worden. Janai Safar (32) erschien am Freitag vor einem Gericht in Sydney, wo ihr die Mitgliedschaft im IS und das Betreten einer ausgewiesenen Konfliktzone vorgeworfen werden. Das Gericht lehnte ihren Antrag auf Kaution ab, da der Fall als „stark und klar“ bewertet wurde. Ihre Anwältin argumentierte, die Taten lägen neun Jahre zurück und sie habe bereits unter haftähnlichen Bedingungen im Lager gelebt.

Schwere Anklagen gegen Mutter und Tochter

Kawsar Ahmad (53) und ihre Tochter Zeinab Ahmad (31) erschienen vor einem Gericht in Melbourne, wo ihnen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden, darunter Sklaverei und der Besitz einer Sklavin. Die Bundespolizei wirft Kawsar Ahmad vor, 2014 mit ihrem Mann nach Syrien gereist zu sein und eine Sklavin für 10.000 US-Dollar gekauft zu haben. Die Höchststrafe für diese Straftaten liegt bei 25 Jahren Haft. Ein kleiner Kreis von Unterstützern war bei der Anhörung anwesend. Die Frauen sollen am Montag einen Antrag auf Kaution stellen.

Politische und sicherheitspolitische Reaktionen

Die Angeklagten gehörten zu einer Gruppe von vier Frauen und neun Kindern, die aus dem von Kurden kontrollierten Lager al-Roj in Syrien nach Australien zurückkehrten. Die australische Regierung betont, die Rückkehr nicht unterstützt zu haben. Der Schattenminister für Inneres, Jonno Duniam, forderte jedoch mehr Transparenz von der Regierung, da die Rückkehr von Personen mit mutmaßlichen Verbindungen zum IS hohe Sicherheitsrisiken berge. Der Fall wird unter der Operation Kurrajong seit Jahren untersucht.

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