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International 18.04.2026, 05:00 Aktualisiert: 18.04.2026, 06:03

Rumänien kämpft mit schwerer Masernkrise und Impflücken

Rumänien meldete 2024 etwa 87% aller EU-Masernfälle.

Wichtige Fakten

  • Rumänien meldete 2024 etwa 87% aller EU-Masernfälle.
  • Die Impfrate für die zweite MMR-Dosis liegt national bei nur etwa 60%.
  • Seit 2023 gab es über 35.000 Fälle und mindestens 30 Todesfälle.
  • Die Herdenimmunitätsschwelle von 95% wird deutlich verfehlt.

Zusammenfassung

Rumänien erlebt die schwerste Masernkrise in der EU mit wiederkehrenden Epidemien, zuletzt 2024, die mehrere Todesfälle, vor allem bei Säuglingen, verursachten. Zwischen 2023 und 2025 wurden über 35.000 Fälle und mindestens 30 Todesfälle registriert, wobei 2024 etwa 87% aller EU-Masernfälle aus Rumänien gemeldet wurden.

Ursachen der Krise

Die Krise hat eine klare Ursache: einen Zusammenbruch der Impfraten. Die Impfquote für die erste MMR-Dosis liegt bei 81%, für die zweite Dosis nur bei etwa 60% national, in einigen Gemeinden sogar bei nur 20%. Dies liegt deutlich unter der für Herdenimmunität nötigen Schwelle von 95%. Strukturelle Probleme wie Armut, medizinische Unterversorgung und bürokratische Hürden bei Hausärzten erschweren den Zugang zu Impfungen.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Neben strukturellen Engpässen spielt auch Impfskepsis eine Rolle, die in Online-Gruppen geschürt wird. Ärzte betonen, dass viele Eltern unsicher sind und Aufklärung benötigen. Lösungsvorschläge umfassen Gemeinschaftsimpfzentren und die Erweiterung der Impfberechtigung auf mehr Ärzte, um die Abhängigkeit von überlasteten Hausärzten zu verringern.

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