Russische Fregatte einen Monat lang vor britischer Küste verfolgt
Wichtige Fakten
- • Royal Navy verfolgte russische Fregatte Admiral Grigorovich täglich im April.
- • Fregatte eskortierte sechs Russland-verbundene Schiffe, darunter drei unter Sanktionen.
- • Zweite Fregatte passierte Ärmelkanal, vermutlich mit Waffentransporten nach Syrien.
- • UK drohte im März mit Beschlagnahme von Schattenflotten-Tankern.
- • Schweden und Frankreich beschlagnahmten ebenfalls russland-verbundene Tanker.
Hintergrund
Die britische Royal Navy hat im April eine russische Fregatte des Typs Admiral Grigorovich täglich verfolgt, während diese von Atlantik in die Nordsee fuhr. Moskau verstärkt seine maritime Präsenz, nachdem Großbritannien gedroht hatte, Tanker der Schattenflotte zu beschlagnahmen. Die russische Fregatte eskortierte im April sechs Russland-verbundene Schiffe, darunter mindestens drei, die unter Wirtschaftssanktionen stehen. Die Überwachung erfolgte durch vier britische Schiffe und Hubschrauber.
Russische Präsenz
Die Fregatte versorgte sich nahe dem Galloper-Windpark vor der Küste von Suffolk. Eine zweite Fregatte, die Admiral Kasatonov, passierte Ende April den Ärmelkanal und eskortierte zwei Handelsschiffe mit mutmaßlichem Ziel Tartus in Syrien. Eines davon, die Sparta, ist bekanntermaßen mit Waffentransporten verbunden. Ein britisches Versorgungsschiff, die RFA Tideforce, überwachte den Konvoi.
Britische Politik
Premierminister Keir Starmer kündigte Ende März an, die Schattenflotte Wladimir Putins härter zu bekämpfen. Bisher hat Großbritannien jedoch keine Tanker beschlagnahmt. Sicherheitsexperte Elisabeth Braw vom Atlantic Council warnt: Die russische Marinepräsenz macht es für Küstenstaaten viel schwieriger, gegen die Schattenflotte vorzugehen. Andere europäische Länder wie Schweden und Frankreich waren erfolgreicher bei Beschlagnahmungen.
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