Russisches Kriegsschiff feuert Warnschüsse im Ärmelkanal ab
Wichtige Fakten
- • Russische Fregatte Admiral Grigorowitsch feuerte Warnschüsse auf Jacht ab.
- • Vorfall rund 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight.
- • Keine Verletzten oder Schäden gemeldet.
- • Jacht mit zwei 60-jährigen Briten an Bord.
- • Britische Marine bewachte russisches Schiff bereits.
Zwischenfall im Ärmelkanal
Ein russisches Kriegsschiff hat am Dienstagmorgen Warnschüsse in Richtung einer britischen Jacht im Ärmelkanal abgegeben. Die Fregatte Admiral Grigorowitsch feuerte die Schüsse etwa 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight ab, nachdem das kleine motorlose Segelboot dem Kriegsschiff bei nebligen Bedingungen zu nahe gekommen war. Die Jacht, die von Großbritannien aus gestartet war, trieb demnach auf das russische Schiff zu. Russland erklärte, seine Seeleute hätten in strikter Übereinstimmung mit internationalen Schifffahrtsregeln gehandelt und zuvor mehrere Kontaktversuche sowie Leuchtraketen eingesetzt.
Reaktionen und Hintergrund
Die britische Marine untersuchte den Vorfall bereits; das Schiff HMS Mersey hatte die russische Fregatte zum Zeitpunkt des Zwischenfalls beobachtet. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums ereignete sich der Vorfall außerhalb britischer Hoheitsgewässer. Die beiden Insassen der Jacht, ein Paar in den 60ern, blieben unverletzt, es entstand kein Schaden. Der Vorfall erfolgte kurz nach der Aufbringung eines russischen Schattentankers durch britische Kommandos am Sonntag, wird jedoch nicht direkt mit dieser Operation in Verbindung gebracht. Er findet vor dem Hintergrund massiver Spannungen wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine statt.
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