Russland schließt Goethe-Institute nach Deutschlands Sanktionen
Wichtige Fakten
- • Russland schließt Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg.
- • Berlin macht Russland für Drohnenanschlag auf Leipzig/Halle verantwortlich.
- • Deutschland schließt Russisches Haus in Berlin und Konsulat in Bonn.
- • EU und NATO zeigen Solidarität mit Deutschland und drohen mit härteren Sanktionen.
- • Moskau weist Vorwürfe als unbegründet zurück.
Kulturelle Beziehungen auf der Kippe
Russland hat als Reaktion auf die von Deutschland verhängten Sanktionen die Schließung aller Goethe-Institute im Land angekündigt. Außenminister Sergej Lawrow erklärte, die Einrichtungen in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg würden geschlossen, nachdem Berlin das Russische Haus in Berlin aufgegeben habe. Diese Ankündigung folgt auf die deutschen Sanktionen nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff auf den Flughafen Leipzig/Halle, bei dem eine ukrainische Frachtmaschine ins Visier genommen worden sein soll.
Diplomatische Verwerfungen
Die Bundesregierung hat Russland für den Vorfall verantwortlich gemacht und die Schließung des Russischen Hauses sowie des russischen Konsulats in Bonn angekündigt. Moskau bestreitet jegliche Verbindung und spricht von „aus der Luft gegriffenen Vorwürfen“. Das russische Außenministerium hat den Geschäftsträger der deutschen Botschaft einbestellt und protestiert gegen die Maßnahmen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und NATO-Generalsekretär Mark Rutte zeigen sich solidarisch mit Deutschland und betonen die Notwendigkeit, auf die russische „Rücksichtslosigkeit“ zu reagieren. Im Fokus stehen weitere Sanktionen, unter anderem gegen die russische „Schattenflotte“ und strengere Visaregelungen.
Aktuelle Zwischenfälle
Parallel zu den diplomatischen Spannungen kommt es in Deutschland vermehrt zu Sabotageakten: In den letzten 24 Stunden wurden Anschläge auf Umspannwerke im Osten und Westen des Landes gemeldet, bei denen Stromleitungen beschädigt wurden. In Polen wird ein Brand in einer Drohnenfabrik als Brandstiftung untersucht. Die Ermittlungen laufen sowohl in Richtung staatlich gelenkter Sabotage als auch linksextremistischer Täter.
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