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International 18.02.2026, 07:00 Aktualisiert: 18.02.2026, 23:08

Sara Duterte kündigt Kandidatur für philippinische Präsidentschaft 2028 an

Sara Duterte, 47, kündigte ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2028 an.

Wichtige Fakten

  • Sara Duterte, 47, kündigte ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2028 an.
  • Ihr Vater Rodrigo Duterte steht vor dem Internationalen Strafgerichtshof wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
  • Sie warf Präsident Ferdinand Marcos Jr. Korruption und Misswirtschaft vor.
  • Duterte entschuldigte sich für ihre frühere Allianz mit Marcos.
  • Sie selbst sieht sich mit Amtsenthebungsverfahren und Vorwürfen der Geldverschwendung konfrontiert.

Präsidentschaftskandidatur angekündigt

Die philippinische Vizepräsidentin Sara Duterte, Tochter des inhaftierten Ex-Präsidenten Rodrigo Duterte, hat ihre Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2028 angekündigt. In einer Rede warf sie dem amtierenden Präsidenten Ferdinand Marcos Jr. Korruption und Misswirtschaft vor, insbesondere in Bezug auf steigende Lebensmittelpreise und ein unzureichendes Gesundheitssystem. Duterte entschuldigte sich zudem für ihre frühere Allianz mit Marcos, mit dem sie 2022 auf einem gemeinsamen Ticket einen Erdrutschsieg errang, bevor die Beziehung in eine Fehde mündete.

Hintergrund und rechtliche Herausforderungen

Ihr Vater Rodrigo Duterte steht vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag, wo er sich wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit seiner Anti-Drogen-Kampagne verantworten muss, bei der Tausende getötet wurden. Sara Duterte verurteilte seine Verhaftung als "Unterdrückung und Verfolgung". Gleichzeitig sieht sie sich selbst mit rechtlichen Problemen konfrontiert, darunter Amtsenthebungsverfahren wegen angeblicher Geldverschwendung und Vorwürfen, Präsident Marcos mit Ermordung bedroht zu haben, was sie bestreitet.

Politische Aussichten

Umfragen zufolge gilt Sara Duterte als starke Kandidatin, wobei sie wie ihr Vater für extreme Rhetorik bekannt ist. Präsident Marcos kann aufgrund der Verfassung nicht erneut kandidieren und steht unter Druck wegen eines Korruptionsskandals um gefälschte Hochwasserhilfeprojekte. Die Ankündigung markiert eine weitere politische Spaltung in den Philippinen, mit potenziell weitreichenden Folgen für die Innenpolitik und internationale Beziehungen.

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