Schlafmangel in Deutschland: 40 Prozent schlafen zu wenig
Wichtige Fakten
- • 40% der Erwachsenen schlafen unter der Woche weniger als 7 Stunden.
- • Männer sind mit 43% häufiger betroffen als Frauen mit 36%.
- • Besonders betroffen: Männer zwischen 45 und 64 Jahren (53%).
- • Am Wochenende schlafen nur 23% zu wenig.
- • Die RKI-Studie basiert auf einer Telefonbefragung von über 8.000 Erwachsenen.
Verbreitung von Schlafmangel in Deutschland
Laut einer aktuellen Untersuchung des Robert Koch-Instituts (RKI) schlafen knapp 40 Prozent der Erwachsenen in Deutschland unter der Woche weniger als sieben Stunden – zu wenig, wie internationale Schlafempfehlungen definieren. Die Studie, veröffentlicht im 'Journal of Health Monitoring', zeigt, dass Männer deutlich häufiger betroffen sind als Frauen: Während rund 43 Prozent der Männer zu wenig schlafen, sind es bei den Frauen rund 36 Prozent.
Besonders betroffene Gruppen
Am stärksten betroffen sind Männer zwischen 45 und 64 Jahren, von denen 53 Prozent angeben, zu wenig zu schlafen. Am Wochenende schlafen die Befragten insgesamt länger: Dann geben nur noch knapp 23 Prozent an, weniger als sieben Stunden zu schlafen (Männer: 26 Prozent, Frauen: 20 Prozent).
Gesundheitliche Auswirkungen
Die Studie zeigt einen Zusammenhang zwischen kurzer Schlafdauer und Bluthochdruck; zudem gilt Schlafmangel als Risikofaktor für Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch die psychische Gesundheit kann unter Schlafentzug leiden, etwa in Form von Depressionen und Angstzuständen. Allerdings weisen nicht alle Menschen mit kurzen Schlafzeiten ein erhöhtes Gesundheitsrisiko auf.
Präventionsmaßnahmen
Um den Schlaf zu verbessern, empfehlen die Autoren, auf Schlafumgebung, Schlafenszeiten, Lärm, Temperatur und Lichteinflüsse zu achten. Auch Nacht- und Schichtarbeit beeinflussen den Schlaf. Die Ergebnisse basieren auf einer repräsentativen Telefonbefragung von etwa 8.000 Erwachsenen, die zwischen Mai 2023 und Februar 2024 durchgeführt wurde.
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