Schweinekopf an Moschee in Memmingen: Staatsschutz ermittelt
Wichtige Fakten
- • Schweinekopf auf Halbmond gespießt.
- • Tierblut-Luftballons an Fassade geworfen.
- • Ermittlungen wegen islamfeindlicher Straftat.
- • DITIB-Gemeinde spricht von Angriff auf Miteinander.
- • 2024 Höchststand antimuslimischer Vorfälle in Deutschland.
Anschlag auf Moschee in Memmingen
In der Freinacht zum 1. Mai haben Unbekannte einen Schweinekopf auf den Halbmond im Eingangsbereich der Moschee der türkischen DITIB-Gemeinde in Memmingen gespießt und mutmaßlich mit Tierblut gefüllte Luftballons an die Fassade geworfen. Die Polizei und die Generalstaatsanwaltschaft München gehen von einem islamfeindlichen Motiv aus. Der Staatsschutz der Kripo Memmingen hat die Ermittlungen aufgenommen.
Reaktionen und Hintergrund
Die DITIB-Gemeinde verurteilte die Tat als Angriff auf das friedliche Miteinander, ließ sich aber nicht einschüchtern. Oberbürgermeister Jan Rothenbacher sprach von ungeheurer Respektlosigkeit. Der Vorfall reiht sich in einen besorgniserregenden Trend ein: 2024 stieg die Zahl antimuslimischer Vorfälle in Deutschland auf ein Rekordhoch von 3.080 – ein Anstieg von 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und mehr als eine Verdreifachung seit 2022.
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