Schwertangriff in Fagersta: 18-Jähriger tötet Schülerin – Polizei prüft Kontakt zu Online-Communities
Wichtige Fakten
- • 17-jährige Schülerin getötet, zwei schwer, ein leicht verletzt.
- • Tatverdächtiger 18-jähriger, ehemaliger Schüler, in U-Haft.
- • Polizei untersucht Online-Communities und TikTok-Post mit Schwert.
- • Wahlkampf pausiert; Neuwahl am 13. September 2026.
- • Regierung will Sicherheitsmaßnahmen nach Örebro-Amoklauf weiter verschärfen.
Was geschah?
Am Freitag, dem 21. August 2026, hat ein 18-jähriger Mann mit einem Schwert eine Schule in Fagersta, Mittelschweden, angegriffen. Dabei tötete er eine 17-jährige Schülerin und verletzte zwei weitere Schüler schwer sowie einen leicht. Der Täter, der früher selbst die Schule besucht hatte, wurde festgenommen. Er soll auf seinem TikTok-Account kurz vor der Tat ein Bild von einem Schwert gepostet haben, aufgenommen in einer Schultoilette. Zudem soll er Videos geteilt haben, die Schulmassaker verherrlichen. Die Polizei untersucht, ob der Verdächtige in Online-Communities aktiv war, die Gewalt an Schulen fördern. Die Ermittler prüfen auch einen möglichen Bezug zu früheren Attacken, darunter die in Trollhättan 2015.
Reaktionen
Die Tat Schockiert Schweden. Ministerpräsident Ulf Kristersson kondolierte und sagte Wahlkampfauftritte ab. Gemeinsam mit Oppositionsführerin Magdalena Andersson besuchte er Fagersta. Auch König Carl XVI. Gustaf äußerte sich bestürzt. Justizminister Gunnar Strömmer räumte ein, dass mehr für die Sicherheit von Schülern getan werden müsse. "Wir haben eine ganze Menge unternommen seit Örebro, aber offenbar muss noch mehr getan werden", sagte er. Die Polizei teilte mit, dass der Täter bei der Festnahme nicht verletzt wurde, entgegen früheren Angaben. Die Staatsanwaltschaft ordnete Untersuchungshaft wegen Mordes und mehrfachen Mordversuchs an.
Hintergrund
Fagersta ist eine Kleinstadt, in der sich alle kennen. Das Schuljahr hatte gerade erst begonnen, der erste Jahrgang absolvierte einen Teambuilding-Kurs. Die Tat ereignet sich nur fünf Monate nach dem Amoklauf in Örebro, bei dem im Februar 2025 zehn Menschen getötet wurden. Dieser Vorfall hat bereits zu einer Verschärfung der Waffengesetze geführt. Nun steht erneut die Sicherheit an Schulen im Fokus. In drei Wochen finden Parlamentswahlen statt, die durch die Tat überschattet werden. Die Parteien pausieren vorerst den Wahlkampf.
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