Sieben Monate altes Baby von israelischen Soldaten im Westjordanland getötet
Wichtige Fakten
- • Sieben Monate altes Baby Sam Fahd Abu Haikal von israelischen Soldaten getötet.
- • Vorfall in Hebron, Familie hatte angehalten wie angewiesen.
- • Vater: Keine klare Kontrollstation, Schüsse ohne Vorwarnung.
- • Ähnlicher Vorfall im März tötete vierköpfige Familie.
- • UN: Über 1.000 Palästinenser im Westjordanland getötet seit Kriegsbeginn.
Israelische Soldaten töten sieben Monate altes Baby im Westjordanland
Israelische Soldaten haben am Freitag im besetzten Westjordanland ein sieben Monate altes palästinensisches Baby getötet und dessen Eltern verletzt. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Hebron, als die Familie in ihrem Auto unterwegs war. Laut dem Vater Fahd Abu Haikal, einem Dozenten an der Universität Bethlehem, hielt die Familie an, als Soldaten sie zum Stopp aufforderten. Trotz des Anhaltens eröffneten die Soldaten das Feuer. Eine Kugel durchschlug die Hand des Vaters und traf das Baby Sam, das auf dem Arm der Mutter saß. Das Kind starb später im Krankenhaus.
Widersprüchliche Darstellungen der Ereignisse
Die israelische Armee erklärte, die Soldaten hätten auf ein Fahrzeug geschossen, das auf sie zubeschleunigte. Eine erste Untersuchung ergab, dass es sich bei den Verletzten um unbeteiligte Zivilisten handelte. Das Militär bedauerte den Vorfall. Der Vater widerspricht: Er sei zehn Meter entfernt gewesen, die Sicht sei klar gewesen, die Fenster nicht getönt. Es habe keine Kontrollstation gegeben, nur Soldaten auf der Straße. Er fordert eine Untersuchung und die Bestrafung des verantwortlichen Soldaten.
Ähnlicher Vorfall und steigende Opferzahlen
Bereits im März hatten israelische Soldaten im Nordjordanland auf ein Fahrzeug geschossen und dabei eine vierköpfige Familie getötet. Laut der israelischen Menschenrechtsorganisation B’Tselem behinderte das Militär den Rettungsdienst und beschlagnahmte das Fahrzeug. Die UN gab bekannt, dass seit Kriegsbeginn über 1.000 Palästinenser im Westjordanland und Ost-Jerusalem getötet wurden, darunter mindestens 240 Kinder.
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