Siedlergewalt im Westjordanland: Eskalation und israelischer Widerstand
Wichtige Fakten
- • Über 3.700 Fälle von Siedlergewalt seit Oktober 2023 dokumentiert
- • Israel legalisierte seit 2022 über 100 völkerrechtswidrige Siedlungen
- • Siedler erhalten Waffen von der israelischen Regierung
- • Polizei und Militär schreiten oft nicht ein
- • Nur etwa 1.000 Menschen bei Protest in Tel Aviv
Eskalation der Gewalt
Die israelische Regierung treibt den Siedlungsbau im besetzten Westjordanland voran, wobei Siedlergewalt gegen Palästinenser zunimmt. Seit dem 7. Oktober 2023 bis Ende März 2026 wurden mehr als 3.700 Fälle dokumentiert, was vier bis fünf Angriffen pro Tag entspricht. Dabei kommt es zu Plünderungen, Zerstörungen und Toten – allein zwölf in diesem Jahr. Die Siedler zielen darauf ab, Palästinenser von ihrem Land zu vertreiben, während israelische Polizei und Militär oft nicht eingreifen.
Politische Unterstützung und Proteste
Radikale Siedlervertreter besetzen Schlüsselpositionen in der israelischen Regierung, die seit Ende 2022 über 100 völkerrechtswidrige Siedlungen legalisiert und Waffen an Siedler verteilt hat. Trotzdem protestieren nur etwa 1.000 Menschen in Tel Aviv gegen die Gewalt. Aktivisten wie Alon-Lee Green von "Standing together" betonen, dass der Siedlerterrorismus sowohl Palästinensern als auch der israelischen Gesellschaft schadet und die Sicherheit verschlechtert.
Engagement von israelischen Aktivisten
Einige Israelis setzen sich aktiv für Palästinenser ein, wie Oded Yedaya, der regelmäßig bedrohte Palästinenser im Westjordanland besucht und dabei selbst in Gefahr gerät. Trotz Risiken setzen sie ihre Arbeit fort, um Präsenz zu zeigen und Unterstützung zu leisten, während die Mehrheit der Israelis die Vorgänge im Westjordanland weitgehend ignoriert.
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