Sierra Leones First Lady verweigert klare Position gegen Genitalverstümmelung
Wichtige Fakten
- • First Lady verweigert Verurteilung von FGM trotz fehlender Strafgesetze.
- • 83% der Frauen in Sierra Leone sind beschnitten.
- • Internationale Experten fordern klare Position gegen FGM.
Die First Lady von Sierra Leone, Fatima Maada Bio, hat eine klare Verurteilung der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM) abgelehnt und erklärt, sie warte auf verlässliche Daten, die die Schädlichkeit der Praxis belegen. In einem exklusiven Statement gegenüber dem Guardian stellte sie klar, dass sie nicht für FGM eintrete, aber auch nicht aktiv dagegen kampagniere.
Diese Haltung stößt auf scharfe Kritik: Mehr als 20 Gesundheitsfachkräfte, Überlebende und Menschenrechtler, darunter die frühere Ministerin Amy Smythe, haben in einem offenen Brief an die Organisation Afrikanischer First Ladies ihre Besorgnis geäußert. Sie befürchten, dass Maada Bios Aussagen jahrelange Aufklärungsarbeit untergraben.
In Sierra Leone sind 83% der Frauen beschnitten, eine der weltweit höchsten Raten. Ein Urteil des ECOWAS-Gerichtshofs vom Vorjahr ordnete die Kriminalisierung von FGM an, doch Präsident Julius Maada Bio hat dies ignoriert und das neue Kinderschutzgesetz ohne entsprechende Klausel verabschiedet.
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