Singapur: Ein Rentensystem mit privater Vorsorge und hoher Zufriedenheit
Wichtige Fakten
- • Pflichtbeitrag 20% vom Gehalt plus Arbeitgeberanteil.
- • Drei Konten: Rente, Wohnen, Gesundheit.
- • Fast 90% der Singapurer besitzen eigene Wohnung.
- • Reguläre Auszahlung ab 65 oder aufschiebbar bis 70.
- • Staatliche Hilfe nur für Bedürftige nach Bedarfsprüfung.
Das CPF-System
Singapur setzt auf ein einzigartiges Rentensystem, den Central Provident Fund (CPF). Arbeitnehmer zahlen 20% ihres Gehalts, Arbeitgeber einen ähnlichen Betrag. Das Geld wird vom Staat in Staatsanleihen investiert, was eine sichere Verzinsung von mindestens 4% garantiert. Die Beiträge verteilen sich automatisch auf drei Konten: Altersvorsorge, Wohnen und Gesundheit. Die Aufteilung hängt vom Alter ab, wobei mit steigendem Alter mehr in die Rente fließt.
Wohneigentum als Säule
Fast 90% der Singapurer besitzen dank CPF eine eigene, staatlich geförderte Wohnung. Dies ist eine wesentliche Säule der Alterssicherung, da es Mietkosten im Ruhestand vermeidet. Das System fördert so nicht nur die Vorsorge, sondern auch Stabilität im Alter.
Flexibilität und Auszahlungen
Mit 55 können Teile der CPF-Ersparnisse entnommen werden, wobei ein Mindestbetrag für die Rente erhalten bleibt. Die monatliche Auszahlung beginnt mit 65 oder kann bis 70 aufgeschoben werden, was höhere Beträge ermöglicht. Die Höhe variiert je nach Erspartem, typisch zwischen 600 und 2.300 Euro pro Monat.
Ergänzende Sicherung
Bei Bedarf stockt der Staat die Rente aus Steuermitteln auf, aber nur für diejenigen, die keine ausreichenden eigenen Mittel, Immobilien oder familiäre Unterstützung haben. Ziel ist ein einfacher, aber ausreichender Lebensstandard. Trotz kritischer Stimmen und Protesten vor über zehn Jahren mit Forderungen nach vollständiger Auszahlung mit 55, bleibt das System stabil und wird kontinuierlich weiterentwickelt.
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