Sinkende Ölpreise stützen den DAX vor wichtigen Quartalszahlen
Wichtige Fakten
- • DAX steigt voraussichtlich um 0,3 % auf 25.445 Punkte.
- • Ölpreis Brent fällt um 1,6 % auf 86,91 Dollar.
- • Mercedes-Benz verdient operativ 1,55 Milliarden Euro.
- • Fed-Zinsentscheid am Mittwoch mit 38 % Wahrscheinlichkeit für Erhöhung.
- • Südkoreanischer Kospi bricht wegen Chip-Ausverkauf um 9 % ein.
Freundlicher Start für den DAX erwartet
Der DAX dürfte sich am Dienstag weiter seinem Rekordhoch von 25.900 Zählern annähern, gestützt von sinkenden Rohstoffpreisen insbesondere beim Öl. Der Broker IG taxierte den deutschen Leitindex vor dem Xetra-Start rund 0,3 Prozent höher bei 25.445 Punkten. Gestern schloss der DAX mit einem Plus von 1 Prozent auf 25.361 Punkten, beflügelt von der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung im US-Iran-Konflikt.
Ölpreisverfall stützt weltweite Märkte
Die sinkenden Ölpreise sorgen für Entspannung: Ein Barrel Brent verbilligte sich um 1,6 Prozent auf 86,91 Dollar, US-Öl WTI notierte 1,9 Prozent schwächer bei 81,02 Dollar. Dies lenkt den Fokus der Anleger auf die anstehenden Quartalszahlen der US-Technologiekonzerne und den Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Die Märkte rechnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 38 Prozent mit einer Zinserhöhung, da die Inflation weiter nachlässt und hohe KI-Investitionen nachhaltige Erträge erfordern.
Gemischte Stimmung an US- und Asienbörsen
In den USA zeigte sich die Wall Street vor den Zahlen von Microsoft, Amazon, Meta und Apple zurückhaltend. Der Dow Jones legte um 0,5 Prozent zu, der S&P 500 trat auf der Stelle, und der Nasdaq gab leicht nach. In Asien belasten Sorgen über die Finanzierungskosten des KI-Booms insbesondere Chiphersteller: Der koreanische Kospi stürzte zwischenzeitlich um mehr als neun Prozent ab, und Samsung Electronics sowie SK Hynix verloren rund 13 Prozent.
Mercedes-Benz überzeugt mit Gewinnsprung
Am deutschen Aktienmarkt stehen die Quartalszahlen von Mercedes-Benz im Fokus. Der Autobauer steigerte das operative Ergebnis im zweiten Quartal um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro, nach einem schwachen Vorjahresquartal. Der Umsatz sank trotz eines Absatzeinbruchs in China nur leicht um 3,3 Prozent auf 32 Milliarden Euro. Der DAX-Konzern plant weitere Kostensenkungen und Produktivitätsverbesserungen im zweiten Halbjahr.
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