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International 06.03.2026, 05:00 Aktualisiert: 06.03.2026, 06:06

Spaniens PM Sánchez lehnt US-Druck ab: Europas gespaltene Haltung zu Trump

Spaniens PM Sánchez verweigert US-Nutzung von Militärbasen für Iran-Angriffe.

Wichtige Fakten

  • Spaniens PM Sánchez verweigert US-Nutzung von Militärbasen für Iran-Angriffe.
  • Trump droht Spanien mit Handelsstopp wegen der Ablehnung.
  • Frankreichs Macron zeigt europäische Solidarität, bleibt aber pragmatisch.
  • Deutschlands Kanzler Merz vermeidet öffentliche Kritik an Trump.
  • Italiens Position ist bewusst mehrdeutig zwischen USA und Europa.

Konflikt zwischen Spanien und den USA

Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat in einer Fernsehansprache deutlich gemacht, dass Spanien sich weigert, zwei gemeinsam betriebene Militärstützpunkte in Andalusien für US-Angriffe auf den Iran zur Verfügung zu stellen. Als Reaktion darauf drohte US-Präsident Donald Trump mit einem Handelsstopp gegen Spanien. Sánchez kritisierte in seiner Rede, dass ein weiterer Krieg im Nahen Osten zahlreiche Menschenleben kosten, die Welt destabilisieren und schwerwiegende wirtschaftliche Folgen hätte. Er betonte, die Pflicht einer Regierung sei es, das Leben der Bürger zu schützen und nicht von globalen Konflikten zu profitieren.

Reaktionen in Europa

Während Sánchez' klare Haltung bei seiner linken Basis auf Zustimmung stieß, reagierten europäische Partnerländer unterschiedlich. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sicherte Spanien europäische Solidarität zu, äußerte sich aber vorsichtig und pragmatisch. Deutschlands Kanzler Friedrich Merz vermied eine öffentliche Kritik an Trump und unterstützte stattdessen die US-Forderung nach höheren NATO-Verteidigungsausgaben. Italien nimmt eine bewusst mehrdeutige Position ein, zwischen Nähe zu Trump und europäischen Interessen.

Diplomatische Spannungen

Die spanische Regierung wies Behauptungen des Weißen Hauses zurück, wonach Madrid seine Haltung geändert habe und nun zur Zusammenarbeit bereit sei. Außenminister José Manuel Albares betonte, dass Spaniens „Nein zum Krieg“ klar und eindeutig bleibe. Die Kontroverse hat zu diplomatischen Spannungen zwischen Spanien und den USA geführt und unterstreicht die Schwierigkeiten Europas, in der Außenpolitik eine einheitliche Linie gegenüber der Trump-Administration zu finden.

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