Sprengstoffdrohne über Leipzig: Rätsel um Urheber bleibt
Wichtige Fakten
- • Sprengstoffdrohne nahe ukrainischer Transportflugzeuge entdeckt.
- • Bundesanwaltschaft ermittelt wegen versuchter Sprengstoffexplosion.
- • 2024 Brand im DHL-Zentrum Leipzig: Russland verdächtigt.
- • Bundesregierung vermeidet Schuldzuweisung an Russland.
- • Grüne und CDU fordern NATO-Konsultationen.
Ermittlungen und erster Verdacht
Nach dem Fund einer mit Sprengstoff bestückten Drohne am Flughafen Leipzig/Halle ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr. Die Drohne war in der Nähe ukrainischer Transportflugzeuge entdeckt und von einem Mitarbeiter zum Absturz gebracht worden. Ein durchstartendes Flugzeug kollidierte anschließend mit einem unbekannten Flugobjekt, möglicherweise einer zweiten Drohne.
Reaktionen und Spekulationen
Die Bundesregierung spricht von einem hybriden Angriff "fremder Mächte", vermeidet aber eine direkte Schuldzuweisung. Während Innenminister Dobrindt zurückhaltend bleibt, sehen Oppositionspolitiker und einige Experten Hinweise auf russische Urheberschaft. Russland hat Drohnenkapazitäten und hatte zuvor Rüstungsfirmen als Ziele genannt. Andere weisen auf mögliche Falschflaggen-Operationen hin, um Europa zu destabilisieren.
Internationaler Kontext
Der Vorfall weckt Erinnerungen an den Brand im DHL-Logistikzentrum Leipzig 2024, für den russische Täter verantwortlich gemacht werden. In Litauen stehen fünf Verdächtige vor Gericht. Politiker fordern nun konsultationen nach Artikel 4 des NATO-Vertrags, wie zuvor von Estland und Polen beantragt. Der Nationale Sicherheitsrat hat unter Leitung von Kanzler Merz getagt, Details wurden nicht bekannt.
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