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Wirtschaft 27.05.2026, 06:46 Aktualisiert: 27.05.2026, 08:01

Spritpreise: Diesel wieder günstiger als Benzin – Entspannung im Iran-Krieg senkt Preise

Diesel kostet im Mittel 1,956 Euro, Super E10 1,984 Euro pro Liter.

Wichtige Fakten

  • Diesel kostet im Mittel 1,956 Euro, Super E10 1,984 Euro pro Liter.
  • Grund für fallende Preise: Waffenruhe im Iran-Krieg und Wegfall des Risikoaufschlags.
  • Die Blockade der Straße von Hormus trieb Dieselpreis zeitweise auf 2,447 Euro.
  • Tankrabatt von 16,7 Cent pro Liter seit 1. Mai senkt Spritpreise spürbar.
  • Ölpreis fiel auf 96 Dollar, US-Angriffe ließen ihn wieder auf 100 Dollar steigen.

Preisumkehr: Diesel günstiger als Benzin nach Entspannung im Iran-Krieg

Diesel ist in Deutschland nach Wochen wieder billiger als Benzin. Grund ist die Waffenruhe im Irankrieg, die den kriegsbedingten Risikoaufschlag auf Dieselpreise verringert hat. Dieser Aufschlag hatte Diesel – eigentlich niedriger besteuert – zeitweise auf 2,447 Euro getrieben. Laut ADAC kostet ein Liter Diesel aktuell im Schnitt 1,956 Euro, Super E10 1,984 Euro. Unterstützend wirkt ein seit 1. Mai geltender Tankrabatt von 16,7 Cent pro Liter, der den Staat rund 1,6 Milliarden Euro kostet, aber laut Experten weitgehend an Verbraucher weitergegeben wird.

Krisenanfälligkeit von Diesel und fallende Ölpreise

Dieselpreise gelten als krisenanfälliger, da Deutschland ein Drittel seines Bedarfs importieren muss – anders als bei Benzin. Zudem dient Diesel auch als Industrieersatz für Gas, was die Nachfrage in Krisen erhöht. Die Blockade der Straße von Hormus und der Irankrieg ließen den Ölpreis auf über 120 Dollar pro Barrel steigen. Inzwischen fiel er wegen der Entspannung zwischenzeitlich auf 96 Dollar, stieg aber nach US-Angriffen auf Iran wieder auf knapp 100 Dollar. Die Verband en2x sieht Hoffnung auf nachhaltige Stabilisierung, warnt aber vor neuen Risiken.

Tankrabatt und Diskussion um Verlängerung

Der Tankrabatt läuft Ende Juni aus. CDU-Politiker Sepp Müller betont, die Maßnahme sei ein gutes Signal, da die Steuervergünstigung weitergereicht werde. Eine Verlängerung ist offen, sie wird von Ökonomen kritisiert, da sie nicht zielgenau Bedürftige entlaste und den Umstieg auf klimafreundliche Fortbewegung bremse. Die deutliche Preissenkung entlastet Autofahrer kurz vor der Urlaubssaison, bleibt aber politisch umstritten.

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