Spritpreise im Iran-Krieg: Staat oder Ölkonzerne profitieren stärker?
Wichtige Fakten
- • Super E10 kostete am 12.04.2026 im Schnitt 2,10 Euro pro Liter.
- • Staatliche Abgaben machten bei Benzin mehr als die Hälfte des Preises aus.
- • Bei Diesel flossen über 50% des Preises an die Ölindustrie.
- • Bundesregierung plant Entlastung von 17 Cent pro Liter Sprit.
- • Iran-Krieg und Rohölknappheit treiben Preise in die Höhe.
Zusammensetzung der Spritpreise
Durch den Iran-Krieg ist Öl knapp, was zu hohen Spritpreisen führt. Der ADAC analysierte die Preiszusammensetzung vom 12. April 2026: Super E10 kostete im bundesweiten Durchschnitt 2,10 Euro pro Liter, wobei staatliche Abgaben wie Mineralölsteuer, Mehrwertsteuer und CO2-Preis mehr als die Hälfte ausmachten. Dieselkraftstoff lag bei 2,29 Euro pro Liter, wobei hier über 50% des Preises an die Ölindustrie flossen, einschließlich Beschaffungskosten, Raffinerieaufwendungen und Gewinnmargen.
Regierungsmaßnahmen und Kritik
Die schwarz-rote Bundesregierung plant eine Entlastung von 17 Cent pro Liter, um die gestiegenen Spritpreise für Bürger und Unternehmen zu senken. Diese Maßnahme ist umstritten, da unsicher ist, ob Mineralölkonzerne die Preissenkung vollständig weitergeben. Zudem fordern Kritiker eine Übergewinnsteuer für Ölkonzerne, die aufgrund der Rohölpreisexplosion hohe Gewinne erwarten, während die Regierung sich hier uneinig zeigt.
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