Starmer trotz Mandelson-Affäre um Amtssicherheit bemüht
Wichtige Fakten
- • Sicherheitsbedenken gegen Mandelsons Botschafterernennung wurden Starmer nicht gemeldet.
- • Starmer verteidigt Entlassung des Spitzenbeamten Sir Olly Robbins.
- • Opposition fordert Starmers Rücktritt wegen mangelnder Aufklärung.
- • Regierungsmitglied Jones: Mandelson sei bei Bürgern kein Thema.
Parteiinterne Kritik und Rücktrittsforderungen
Premierminister Keir Starmer hat sich in einem Interview mit der Sunday Times zuversichtlich gezeigt, dass die „überwältigende Mehrheit“ der Labour-Abgeordneten hinter ihm steht und ihn als Premierminister unterstützt. Er reagierte damit auf wachsende Spekulationen über eine mögliche Herausforderung seiner Führung innerhalb der eigenen Partei. Starmer betonte, in der Politik gebe es stets derartige Gerüchte, doch die schweigende Mehrheit sei loyal und wolle einfach ihre Arbeit machen.
Mandelson-Ernennung löst Sicherheitsdebatte aus
Hintergrund der Krise ist die umstrittene Ernennung von Lord Peter Mandelson zum britischen Botschafter in den USA. Sicherheitsbeamte hatten empfohlen, Mandelson die Sicherheitsfreigabe zu verweigern, doch diese Info erreichte Starmer zunächst nicht. Der Premier entließ daraufhin den Spitzenbeamten des Außenministeriums, Sir Olly Robbins, und rechtfertigte diesen Schritt mit der Schwere des Versäumnisses. Die Opposition, darunter der konservative Innenminister Schatten Chris Philp, forderte Starmers Rücktritt, da er die Verantwortung trage.
Regierung verteidigt sich gegen Vorwürfe
Regierungsmitglied Darren Jones räumte ein, dass die anstehenden Mai-Wahlen für Labour schwierig werden, betonte jedoch, dass die Affäre an der Basis kaum eine Rolle spiele. Wähler sorgten sich mehr um die Auswirkungen des Nahost-Konflikts auf ihre Energierechnungen. Der ehemalige Stabschef von Starmer, Morgan McSweeney, soll am Dienstag vor dem Außenpolitischen Ausschuss erscheinen, um zur Mandelson-Ernennung auszusagen.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.