Berliner CDU: Stefan Evers einstimmig zum Spitzenkandidaten gewählt
Wichtige Fakten
- • Stefan Evers wurde am 13. Juli 2026 einstimmig zum CDU-Spitzenkandidaten gekürt.
- • Er übernimmt kommissarisch auch den Landesvorsitz; Lukas Krieger wird kommissarischer Generalsekretär.
- • Die Wahl zum Abgeordnetenhaus findet am 20. September 2026 statt – in gut zwei Monaten.
- • CDU in Umfrage bei nur noch 17 Prozent; Wegner fiel wegen Stromausfall-Krise zurück.
- • Evers kündigte neuen Fokus auf Berlin als Stadt der Chancen an.
Personelle Neuaufstellung nach Rückzug Wegners
Der Berliner CDU-Landesvorstand hat Finanzsenator Stefan Evers einstimmig zum neuen Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September gewählt – weniger als 24 Stunden nach Kai Wegners überraschendem Rückzug. Diese Entscheidung fiel am Montag, den 13. Juli 2026. Evers übernimmt zudem kommissarisch den CDU-Landesvorsitz. Die Generalsekretärin Ottilie Klein gibt ihr Amt ab; ihr folgt auf Vorschlag von Evers kommissarisch der Bundestagsabgeordnete Lukas Krieger. Laut Parteisprecher erfolgte auch diese Entscheidung einstimmig.
Reaktionen und Ausblick
Evers selbst räumte ein, dass die Spitzenkandidatur nicht seiner Lebensplanung entspricht, aber er werde nun alles für die Stadt geben. CDU-Präsidiumsmitglied Jan-Marco Luczak betonte, Evers sei in der Stadtgesellschaft bekannt und mache ein starkes Angebot. Die politischen Gegner zeigten sich skeptisch: SPD-Senator Steffen Krach sprach vom „System Wegner“, das weiterhin die CDU präge. Grünen-Politikerin Bettina Jarasch lobte Evers persönlich, verwies aber auf die Mitverantwortung für die Kürzungen der letzten Jahre. Die Linke warf ihm maßgeblichen Anteil am Sparkurs vor. Evers kündigte an, neue Schwerpunkte setzen zu wollen, insbesondere allen Berlinern die Perspektive zu geben, ihre Träume zu verwirklichen.
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