Studie gibt Entwarnung: Windräder schaden der Gesundheit nicht
Wichtige Fakten
- • US-Studie mit 120.000 Haushalten findet keine signifikanten Gesundheitseffekte.
- • Studie analysierte Depressionen, Schlafstörungen und Medikamentenkonsum.
- • Frühere Studien bestätigen: Starke Belästigung durch seltene 4,3 Prozent.
- • Windenergie kann Luftqualität verbessern und indirekt Gesundheit fördern.
Hintergrund der Studie
Mancherorts befürchten Anwohner, Windräder könnten der Gesundheit schaden. Eine Längsschnittstudie aus den USA unter deutscher Beteiligung der Universität Augsburg gibt nun Entwarnung. Die in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichte Untersuchung wertete Daten von 120.000 US-Haushalten von 2011 bis 2023 aus, darunter Angaben zu Depressionen, Schlafstörungen und chronischen Kopfschmerzen. Zudem wurde der Konsum von Schlaf- und Schmerzmitteln erfasst. Das Ergebnis: Auf Ebene der Wohnortgemeinden zeigen sich keine signifikanten Gesundheitseffekte durch Windkraftanlagen.
Kritik an der Methodik
Psychologin Gundula Hübner kritisiert, dass der Großteil der Teilnehmer in großen Entfernungen zu den Anlagen lebe. Der beteiligte Volkswirt Niklas Rott entgegnet, dass bevölkerungsgewichtete Mittelpunkte der Postleitzahlbezirke verwendet wurden. Dennoch betont er, dass das Ergebnis nicht direkt auf Deutschland übertragbar sei, da hier andere Bevölkerungsdichte und größere Anlagen vorliegen. Andere europäische Studien, etwa aus den Niederlanden (Science, 2025), bestätigen jedoch den fehlenden Zusammenhang.
Fazit und Empfehlungen
Laut Hübner gebe es keine Krankheiten, sondern nur eine Belästigung durch Windräder, die aber nur wenige betreffe. Das MIT fand sogar gesundheitsförderliche Effekte durch verbesserte Luftqualität infolge geringerer Nutzung fossiler Brennstoffe. Die Forscher empfehlen, Anwohner frühzeitig in die Planung einzubeziehen und finanziell zu beteiligen – etwa wie in Bayern gesetzlich vorgeschrieben.
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