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Gesellschaft 18.08.2026, 00:55 Aktualisiert: 18.08.2026, 12:05

Sydney-Bibliothek entfernt Israel-kritisches Buch nach Beschwerde

Waverley-Bibliothek entfernt Buch 'How to Sell a Genocide' zur Überprüfung.

Wichtige Fakten

  • Waverley-Bibliothek entfernt Buch 'How to Sell a Genocide' zur Überprüfung.
  • Beschwerde von Überlebenden des Bondi-Terroranschlags.
  • Autor Adam Johnson kritisiert Entscheidung als Zensur.
  • NSW-Gesetz schützt Bibliotheken vor Bücherverboten.
  • Buch kritisiert US-Medienberichterstattung über Gaza.

Hintergrund

Die Waverley-Bibliothek im Sydneyer Stadtteil Bondi Junction hat das Buch "How to Sell a Genocide" von Adam Johnson vorübergehend aus dem Bestand genommen. Das Buch kritisiert die Rolle der US-Medien bei der Berichterstattung über den Gazakonflikt und verwendet den Begriff "Völkermord". Ein Sprecher des Stadtrats erklärte, das Buch sei zur Überprüfung entfernt worden, und man werde die Auswahlprozesse für Bücher überdenken.

Beschwerde und Reaktionen

Die Entfernung erfolgte nach einer Beschwerde einer Person, die den Terroranschlag von Bondi im Dezember überlebt hatte, bei dem 15 Menschen getötet wurden. Die Person bezeichnete das Buch auf Facebook als belastend für Überlebende und Angehörige. Autor Adam Johnson kritisierte die Entscheidung als Zensur und betonte, dass die Einstufung als Völkermord auf dem Konsens von Menschenrechtsexperten beruhe. Auch andere Stimmen, darunter Vertreter jüdischer und palästinensischer Gruppen, verurteilten die Entfernung als Alarmzeichen für die Meinungsfreiheit.

Rechtlicher Kontext

Das Bundesland New South Wales hatte erst vor kurzem ein Gesetz verabschiedet, das Bibliotheken vor Kampagnen zum Verbot von Büchern schützen soll. Kritiker fordern, der Stadtrat solle erklären, wie die Entfernung mit diesem Gesetz vereinbar sei. Die zuständigen Politiker wurden zu einer Stellungnahme aufgefordert.

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