Tanken in Großbritannien: Keine weit verbreitete Preistreiberei nach Iran-Krieg
Wichtige Fakten
- • Wettbewerbsbehörde CMA sieht keine flächendeckende Preistreiberei.
- • Tankstellenmargen blieben zwischen Februar und März unverändert.
- • Margen bei zwei Supermärkten und drei Nicht-Supermärkten stiegen.
- • Benzinpreis erreichte im April 158,3 Pence pro Liter.
- • Weltrohölpreis schnellte wegen Schließung der Straße von Hormus.
Keine weit verbreitete Preistreiberei
Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) hat keine Belege für flächendeckende Preistreiberei durch Tankstellenbetreiber in Großbritannien in den Wochen nach dem US-Israel-Krieg mit Iran gefunden. Die Gewinnspannen der Einzelhändler seien im Februar und März im Durchschnitt „weitgehend unverändert“ geblieben, teilte die CMA mit.
Anstieg der Kraftstoffpreise
Die Kosten an der Zapfsäule waren dennoch drastisch gestiegen: Der Benzinpreis erreichte im April einen Höchststand von 158,3 Pence pro Liter, Diesel sogar 191,5 Pence. Grund dafür seien gestiegene Ölpreise, da rund 20 Prozent des weltweiten Öls und Flüssigerdgases normalerweise die Straße von Hormus passieren, die wegen des Konflikts de facto geschlossen ist. Der Preis für Brent-Rohöl stieg zeitweise auf über 126 Dollar pro Barrel.
Eingeschränkter Wettbewerb
Die CMA kündigte an, die Preise weiter zu überwachen, um sicherzustellen, dass sinkende Großhandelspreise an die Verbraucher weitergegeben werden. Allerdings stiegen die Margen zwischen Februar und März bei zwei Supermärkten und drei Nicht-Supermarkt-Einzelhändlern, was die Behörde nun genauer untersucht. Zudem gebe es weiterhin Bedenken wegen mangelndem Wettbewerb und dem Phänomen der „Rakete-und-Feder“-Preisgestaltung, bei der Preise schnell steigen, aber langsam fallen. Die Verbraucher könnten bis zu 9 Pfund pro Tank sparen, indem sie die Preise vergleichen.
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