Thailand: Über 50 Brandanschläge im Süden — Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft
Wichtige Fakten
- • Über 50 Brandanschläge in Südthailand, zwei Verletzte.
- • Betroffen: Narathiwat, Yala, Pattani; Brand in Büros und Autos.
- • Militär verhängt Ausgangssperre; keine Gruppe bekennt sich.
- • Konflikt seit 2004, über 7000 Tote. Friedensgespräche stagnieren.
Koordinierte Anschlagsserie
In Südthailand haben Sicherheitskräfte eine Serie von über 50 koordinierten Brand- und Anschlagsversuchen gemeldet. Die Angriffe, die sich zwischen 20 Uhr und Mitternacht am Samstag ereigneten, zielten offenbar darauf ab, Unruhe zu stiften. Betroffen waren Verwaltungsgebäude, ein Supermarkt und ein gestohlenes Fahrzeug, ebenso wurden Telekommunikationstürme in Brand gesetzt. Zwei Frauen wurden bei einer Bombenexplosion verletzt.
Sicherheitsvorkehrungen und Ausgangssperre
Die Behörden verhängten in der Provinz Narathiwat eine nächtliche Ausgangssperre, die am Sonntagmorgen wieder aufgehoben wurde. Die Bewohner wurden gewarnt, verdächtige Gegenstände nicht zu berühren. Bis Sonntag wurden keine weiteren Angriffe gemeldet. Niemand hat sich zu den Angriffen bekannt.
Hintergrund Aufstand und Friedensprozess
Seit 2004 kämpfen muslimische Rebellen in den südlichen Provinzen des mehrheitlich buddhistischen Thailand für mehr Autonomie. Über 7000 Menschen wurden bisher getötet. Die Hauptverantwortung wird der Gruppe Barisan Revolusi Nasional (BRN) zugeschrieben. Friedensgespräche unter Vermittlung Malaysias stocken seit Jahren; zuletzt wurden nach dem Tod von fünf Soldaten Gespräche verschoben.
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