Todesfälle durch Airport-Malaria am Frankfurter Flughafen
Wichtige Fakten
- • Zwei Fraport-Mitarbeiter starben an Airport-Malaria.
- • Sechs Beschäftigte infizierten sich durch importierte Mücken.
- • Erster Todesfall ereignete sich Anfang Juli, zweiter im August.
- • RKI meldet Fälle nur im Rhein-Main-Gebiet.
Hintergrund der Infektionen
Die sogenannte Airport-Malaria hat am Frankfurter Flughafen zu zwei Todesfällen geführt. Zwei Fraport-Mitarbeiter starben infolge einer Malaria-Infektion, die von importierten Mücken aus dem Frachtraum eines Flugzeugs ausging. Der erste Todesfall ereignete sich Anfang Juli, der zweite im August. Insgesamt sind sechs Beschäftigte infiziert, wie Gesundheitsamt, Fraport und Robert-Koch-Institut bestätigten.
Maßnahmen und Risikobewertung
Das Gesundheitsamt betont, dass die Gefahr für die Bevölkerung vernachlässigbar sei. Möglicherweise ist die Mücke bereits tot. Dennoch wurden Mückenfallen aufgestellt und Laboruntersuchungen eingeleitet. Fraport sensibilisiert Mitarbeiter, bei Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen den Arbeitsplatz anzugeben. Die Lufttemperatur könnte das Überleben der Mücken begünstigen, so der Leiter des Gesundheitsamts Frankfurt.
Seltene Übertragungsform
Airport-Malaria ist eine sehr seltene Übertragungsform, bei der infektiöse Mücken eingeschleppt werden. Die Infektion erfolgt im Flugzeug, Flughafen oder der Umgebung. Laut einer europäischen Studie gab es von 1969 bis 2024 insgesamt 145 Fälle, neun davon in Deutschland. Die Zahl solcher Fälle nimmt tendenziell zu, daher sollten Desinfektionsmaßnahmen überprüft werden.
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