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International 19.05.2026, 15:01 Aktualisiert: 19.05.2026, 18:02

Tödlicher Bärenangriff in Polen: Debatte über Umgang mit Raubtieren

Frau in polnischen Karpaten von Bärin getötet.

Wichtige Fakten

  • Frau in polnischen Karpaten von Bärin getötet.
  • Regionale Behörde ordnet Überwachung von 18 Bären an.
  • Bürgermeister fordert Abschuss des Angreifers.
  • Polnisches Parlament plant Änderung des Tierschutzgesetzes.
  • Tierschützer kritisieren Panikmache und fordern Besonnenheit.

Tödlicher Vorfall in den Karpaten

In Polen sorgt ein tödlicher Bärenangriff für eine hitzige Debatte über den Umgang mit den Raubtieren. Eine Frau wurde in einem verlassenen Dorf in den Bieszczady-Karpaten von einer Bärin getötet, vermutlich weil sie zwischen die Mutter und ihre Jungen geriet. Schätzungen zufolge leben in Polen zwischen 120 und 350 Bären.

Reaktionen der Behörden

Als erste Reaktion ordnete die regionale Umweltbehörde an, 18 als 'problematisch' eingestufte Bären mit GPS-Sendern zu versehen und zu überwachen. Bürgermeister Marek Bankowski fordert den Abschuss des Angreifers und hat Schulen untersagt, Ausflüge zu organisieren. Kritiker werfen ihm Panikmache vor, die dem Tourismus schade.

Gesetzliche Änderungen geplant

Das polnische Parlament will das Tierschutzgesetz ändern, sodass Jäger Bären, Wölfe und Wisente künftig mit Gummigeschossen verscheuchen dürfen. Das Gesetz liegt dem Präsidenten zur Unterschrift vor. Biologen betonen, dass Bärenangriffe extrem selten seien und plädieren für Besonnenheit.

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