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International 07.03.2026, 03:39 Aktualisiert: 07.03.2026, 06:04

Tödlicher Schusswaffeneinsatz von ICE-Agent in Texas: Neue Aufnahmen werfen Fragen auf

Ruben Ray Martinez (23) wurde am 15. März 2025 von einem ICE-Agenten in South Padre Island erschossen.

Wichtige Fakten

  • Ruben Ray Martinez (23) wurde am 15. März 2025 von einem ICE-Agenten in South Padre Island erschossen.
  • Neue Bodycam-Videos zeigen, dass Martinez' Auto sich langsam bewegte, als die Schüsse fielen.
  • Eine Texas-Grandjury lehnte eine Anklage gegen den beteiligten Bundesagenten ab.
  • Martinez war einer von drei US-Bürgern, die in Trumps zweiter Amtszeit von Einwanderungsbeamten erschossen wurden.
  • Alkohol und Marihuana wurden bei Martinez in toxikologischen Tests nachgewiesen.

Vorfall und offizielle Darstellung

Am 15. März 2025 wurde der 23-jährige US-Bürger Ruben Ray Martinez in South Padre Island, Texas, von einem Immigration and Customs Enforcement (ICE)-Agenten erschossen. Nach Angaben des Department of Homeland Security (DHS) beschleunigte Martinez sein Auto vorwärts und überfuhr dabei absichtlich einen Agenten, was einen anderen Agenten zu „defensiven Schüssen“ veranlasste. Der Vorfall wurde erst einen Monat später öffentlich bekannt, als Medien darüber berichteten.

Neue Beweise und widersprüchliche Aussagen

Ende letzter Woche veröffentlichte das Texas Department of Public Safety Dutzende Bodycam-Videos, Beweise und Untersuchungsberichte. Die Aufnahmen zeigen, dass Martinez' Auto sich langsam bewegte, als die Schüsse fielen. Anwälte der Familie argumentieren, dass Martinez bremste, nicht beschleunigte, und dass kein Agent vor oder auf dem Auto war, als geschossen wurde. Ein Passagier im Fahrzeug bestritt ebenfalls, dass Martinez einen Beamten angefahren habe.

Weitere Fälle und politischer Kontext

Martinez ist der erste von drei US-Bürgern, die während Donald Trumps zweiter Amtszeit von Bundes-Einwanderungsagenten erschossen wurden. Im Gegensatz zu den anderen beiden Fällen, die bei Protesten in Minneapolis stattfanden, war Martinez nicht demonstrierend, sondern fuhr an einer Unfallstelle vorbei. Eine Texas-Grandjury lehnte eine Anklage gegen den beteiligten Agenten ab, während die Familie auf Aufklärung und Reformen drängt.

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