Tourismus in Rios Favelas: Drohnenvideos als neue Attraktion
Wichtige Fakten
- • Das Drohnenvideo 'Tür zum Himmel' aus der Favela Rocinha wurde viral und zieht Touristen an.
- • Touristen zahlen etwa 25 Euro für personalisierte Videos mit Panorama-Aufnahmen über Rio.
- • Der Touristenführer Renan Monteiro beschäftigt über 300 lokale Führer und bildet Jugendliche zu Drohnenpiloten aus.
- • Kritiker werfen den Touren vor, Armut und Kriminalität in den Favelas zu romantisieren.
- • Das Konzept findet Nachahmer in anderen lateinamerikanischen Ländern unter dem Hashtag #FavelaDrone.
Zusammenfassung
Die Favelas von Rio de Janeiro, traditionell als Orte von Armut und Gewalt bekannt, erleben einen touristischen Aufschwung durch personalisierte Drohnenvideos. Das Video 'Tür zum Himmel', das auf einem Dach der Favela Rocinha gedreht wird, ist viral gegangen und zieht Touristen an, die für etwa 25 Euro gefilmt werden möchten. Touristenführer wie Renan Monteiro betonen, dass sie die positiven Seiten der Favelas zeigen und lokale Wirtschaft fördern wollen, indem sie über 300 Menschen beschäftigen und Jugendliche zu Drohnenpiloten ausbilden.
Kritik und Auswirkungen
Gleichzeitig gibt es Kritik in sozialen Medien, dass solche Touren Armut und Kriminalität romantisieren. Monteiro argumentiert dagegen, dass der Tourismus Würde und Chancen für Bewohner bringt, und weist auf Probleme wie früheren 'Safari-Tourismus' hin. Das Konzept findet Nachahmer in anderen lateinamerikanischen Regionen, wie Andendörfern oder Wasserfällen, unter dem Hashtag #FavelaDrone, während Rio de Janeiro 2025 einen Rekord von 2,2 Millionen Touristen verzeichnete.
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