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International 10.02.2026, 06:40 Aktualisiert: 10.02.2026, 10:04

Eli Sharabi: 491 Tage in Hamas-Gefangenschaft - Trauma und Überlebenskampf

Eli Sharabi war 491 Tage als Hamas-Geisel in Gaza gefangen.

Wichtige Fakten

  • Eli Sharabi war 491 Tage als Hamas-Geisel in Gaza gefangen.
  • Er verbrachte die Zeit in Tunneln ohne Sonnenlicht und wurde ausgehungert.
  • Bei seiner Freilassung im Februar 2025 wog er nur noch 44 Kilogramm.
  • Sein Bruder Yossi starb während der Geiselhaft bei einem Luftangriff.
  • Sharabi schrieb das Buch '491 Tage' über seine traumatischen Erfahrungen.

Überleben in der Geiselhaft

Eli Sharabi, ein 53-jähriger Familienvater aus dem Kibbuz Beeri, wurde am 7. Oktober 2023 von der Hamas entführt und verbrachte 491 Tage in Geiselhaft im Gazastreifen. Während dieser Zeit war er meist in Tunneln ohne Sonnenlicht eingesperrt, wurde ausgehungert, geschlagen und psychisch gefoltert. Bei seiner Freilassung im Februar 2025 wog er nur noch 44 Kilogramm. In seinem Buch "491 Tage" schildert er minutiös die Grausamkeiten, darunter den Verlust seines Bruders Yossi, der in Gefangenschaft starb, und den täglichen Kampf ums Überleben durch Disziplin und gegenseitige Unterstützung unter den Geiseln.

Psychologische Bewältigung und anhaltendes Trauma

Um die psychische Belastung zu bewältigen, entwickelte Sharabi Routinen wie Gebete und das Teilen positiver Momente, trotz ständiger Todesangst und der Bedrohung durch geladene Waffen. Seine Motivation war das Versprechen an seine Frau und Töchter, zurückzukehren. Nach der Freilassung leidet er weiter unter den Erinnerungen und besucht oft Orte, die ihn an seine Familie erinnern, während die Waffenruhe im Gazastreifen brüchig bleibt und viele Bewohner nicht zurückkehren wollen.

Neue Details aus dem Buch und Interviews

In seinem Buch und in aktuellen Interviews beschreibt Sharabi weitere Details seiner Gefangenschaft: Er musste oft 24 Stunden auf Essen warten und teilte jedes Reiskorn mit anderen Geiseln. Die Hamas-Terroristen sagten ihnen, sie müssten 20 Jahre bleiben und ihre Familien hätten sie vergessen. Sharabi gab den Entführern Namen wie "Dreieck" oder "Maske", um sie zu entmenschlichen. Trotz der Grausamkeiten hielt er sich mit Übungen wie Gewichtheben mit Wasserflaschen fit, um bei Kräften zu bleiben.

Aktuelle Situation und Aussichten

Die Waffenruhe im Gazastreifen bleibt brüchig, und die Kämpfe zwischen Hamas und der israelischen Armee gehen weiter. Viele ehemalige Bewohner von Beeri, einschließlich Sharabi, wollen nicht in ihr Kibbuz zurückkehren. Sharabi befürchtet, dass die Hamas, wenn sie weiterhin die Kontrolle im Gazastreifen behält, ihre Angriffe auf Israel fortsetzen wird. Er betont, dass die Terrororganisation Israel niemals als Staat anerkennen und weiterhin dessen Zerstörung anstreben wird.

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