Teilen:
International 30.06.2026, 01:44 Aktualisiert: 30.06.2026, 15:02

Indirekte Gespräche zwischen USA und Iran in Doha: Kein direkter Kontakt geplant

US-Gesandte Witkoff und Kushner in Doha, aber keine direkten Gespräche mit Iran.

Wichtige Fakten

  • US-Gesandte Witkoff und Kushner in Doha, aber keine direkten Gespräche mit Iran.
  • Katar und Pakistan vermitteln getrennte Gespräche zwischen den USA und Iran.
  • Technische Gespräche zwischen niederrangigen Beamten laufen weiter.
  • USA und Iran vereinbarten vorläufige Waffenruhe nach jüngsten Angriffen.
  • Irans Außenminister bestreitet geplante technische Gespräche in dieser Woche.

Indirekte Verhandlungen in Doha

Trotz jüngster militärischer Auseinandersetzungen sollen die Gespräche zwischen den USA und Iran wie geplant stattfinden – jedoch ohne direkten Kontakt. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner sind in Doha eingetroffen, werden aber nach Angaben des katarischen Außenministeriumssprechers Majed al-Ansari nicht mit iranischen Vertretern zusammentreffen. Stattdessen verhandeln sie mit Vermittlern aus Katar und Pakistan, die die Botschaften zwischen den Konfliktparteien übermitteln.

Hintergrund der Eskalation

Die erneuten Spannungen begannen, als Iran ein Frachtschiff in der Straße von Hormus angriff, nachdem Versuche gescheitert waren, die Durchfahrt durch omanische Gewässer zu ermöglichen. Daraufhin bombardierten die USA iranische Stellungen, während die iranische Revolutionsgarde Ziele in Kuwait und Bahrain beschoss. Eine vor zwei Wochen vereinbarte Waffenruhe war damit gebrochen. In der Folge einigten sich beide Seiten, die Kämpfe einzustellen und weiter zu verhandeln.

Status der Gespräche

Trotz der angespannten Lage betonte der katarische Sprecher, dass keine direkten Treffen zwischen US- und iranischen Unterhändlern geplant seien. Technische Gespräche auf niedrigerer Ebene sollen jedoch fortgesetzt werden und könnten später auf höhere Ebene gehoben werden. Die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte in Höhe von 6 Milliarden Dollar hängt vom Fortschritt der Gespräche ab, die noch nicht stattgefunden haben. Ein iranischer Präsidentensprecher deutete an, dass die Schritte zur Freigabe der Gelder bereits eingeleitet seien.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.