Sechs Tote bei israelischem Angriff im Libanon trotz Waffenruhe-Verlängerung
Wichtige Fakten
- • Sechs Tote, darunter drei Sanitäter, bei israelischem Luftangriff im Südlibanon.
- • Angriff traf Zivilschutzzentrum; Israel begründet mit Hisbollah-Verstößen gegen Feuerpause.
- • Waffenruhe zwischen Israel und Libanon um 45 Tage bis Juni verlängert.
- • Hisbollah reagiert mit Drohnenangriffen auf israelische Kaserne in Kirjat Schmona.
- • Verhandlungen über dauerhafte Friedenslösung in Washington für Juni geplant.
Angriff auf Zivilschutzzentrum trotz Waffenruhe
Bei einem nächtlichen israelischen Luftangriff im Südlibanon sind sechs Menschen getötet worden – darunter drei Sanitäter eines Zivilschutzzentrums. Die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, das Zentrum sei getroffen worden, während Israelische Militärkreise bestätigten, dass die Angriffe gegen Hisbollah-Ziele gerichtet gewesen seien. Israel begründete die Attacken mit umfassenden Verstößen der Hisbollah gegen die brüchige Feuerpause. Zuvor hatte die Armee die Bevölkerung mehrerer libanesischer Dörfer zur Evakuierung aufgefordert.
Angriffe nach Verlängerung der Waffenruhe
Erst am Vortag hatte sich Israel mit dem Libanon in Washington auf eine 45-tägige Verlängerung der Waffenruhe geeinigt, die sonst am Morgen ausgelaufen wäre. Zudem unterzeichnete man ein von den USA beaufsichtigtes Sicherheitsabkommen. Die Hisbollah reagierte mit erneuten Drohnenangriffen auf israelische Kasernen in der Grenzstadt Kirjat Schmona. Zusätzlich verkündete Israel die gezielte Tötung von Izzeddin al-Haddad, dem neuen Militärchef der Hamas im Gazastreifen; diesen Erfolg wertet das Militär als weiteren Beleg für den andauernden Druck auf die nicht-staatlichen Milizen.
Friedensgespräche unter US-Vermittlung gehen weiter
Die Unterhändler beider Länder vereinbarten, die Verhandlungen über eine dauerhafte Friedenlösung am 2. und 3. Juni sowie am 29. Mai fortzusetzen – wobei am ersten Termin auch Militärberater im Pentagon zusammenkommen, um eine Sicherheitsmechanismen zu beraten. Us-Ambassador Jehiel Leiter räumte zwar „Höhen und Tiefen“ ein, äußerte aber die Überzeugung, dass es riesige Potenziale gebe.
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