Teilen:
International 06.06.2026, 03:44 Aktualisiert: 06.06.2026, 23:01

US-Militär greift erneut iranische Ziele an – Waffenruhe brüchig

USA zerstörten vier iranische Drohnen über der Straße von Hormus.

Wichtige Fakten

  • USA zerstörten vier iranische Drohnen über der Straße von Hormus.
  • US-Streitkräfte bombardierten Radarstellungen auf Qeschm und in Goruk.
  • Iran schoss sieben Raketen auf Kuwait und Bahrain – sechs abgefangen.
  • Trump schätzt iranischen Raketenbestand auf 21-22% der ursprünglichen Menge.
  • Welternährungsprogramm warnt vor 45 Millionen hungernden Menschen weltweit.

Neue Angriffe trotz brüchiger Waffenruhe im Golfkonflikt

Ungeachtet der fast zweimonatigen Waffenruhe haben die USA und der Iran erneut militärisch gegeneinander attackiert. Das US-Militär teilte mit, vier iranische Kampfdrohnen über der strategisch wichtigen Straße von Hormus abgeschossen zu haben, da sie eine Gefahr für die Handelsschifffahrt darstellten. Als Reaktion darauf bombardierten US-Truppen iranische Radarstellungen auf der Insel Qeschm und nahe der Stadt Goruk, um sich gegen weitere Angriffe zu schützen, wie das Regionalkommando Centcom auf der Plattform X bekanntgab.

Iranischer Vergeltungsschlag und internationale Folgen

Die iranischen Revolutionsgarden revanchierten sich unverzüglich mit Ballistiken: Sie feuerten insgesamt sieben Raketen auf Kuwait und Bahrain ab, von denen nach US-Angaben sechs abgefangen wurden; eine erreichte ihr Ziel nicht. Beide Golfstaaten verurteilten die Angriffe scharf als Verletzung ihrer Souveränität. Auch die zivile Luftfahrt war betroffen, sodass der Flughafen Kuwaits vorübergehend gesperrt werden musste. Die Kämpfe haben zudem globale Auswirkungen – das Welternährungsprogramm (WFP) warnte, der Konflikt könne bis zu 45 Millionen Menschen in Hunger stürzen, da Energie- und Lebensmittelpreise explosionsartig steigen.

Stockende Verhandlungen und gespaltene Kriegsparteien

Die diplomatischen Bemühungen zur Verlängerung der Waffenruhe kommen kaum voran. US-Präsident Donald Trump zeigt sich zwar zuversichtlich und bezifferte den Restbestand iranischer Raketen auf etwa 21 bis 22 Prozent dessen, was Teheran vor dem Krieg besaß. Das Außenministerium des Irans beklagte jedoch, Washington ändere ständig seine Position und stelle nichtakzeptable Forderungen als Vorbedingungen. Unterdessen verschärft sich die Lage in der gesamten Region: Im Libanon forderte Israel bei Bombardements zahlreiche Todesopfer, darunter libanesische Soldaten, was die ohnehin prekäre Suche nach einer stabilen Friedenslösung zusätzlich erschwert. Innenpolitisch zeigt sich der Iran zerrissen und leidet unter Hyperinflation sowie wirtschaftlicher Blockade, während die Menschen den Aufbau ziviler Strukturen schmerzlich vermissen.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.