Trump lässt Ölkonzerne wegen angeblich überhöhter Spritpreise durchsuchen
Wichtige Fakten
- • Trump ermittelt gegen Ölkonzerne wegen möglicher Preisabsprachen.
- • Ölpreise fielen nach Friedensgesprächen mit Iran auf Vorkriegsniveau.
- • Spritpreise in den USA liegen trotzdem bei 3,93 Dollar pro Gallone.
- • Der Branchenverband API verteidigt die Unternehmen.
- • Trump fordert Spritpreise von 2,25 Dollar pro Gallone.
Trump verordnet Untersuchung wegen überhöhter Benzinpreise
US-Präsident Donald Trump hat eine Untersuchung gegen große Ölkonzerne wie Chevron, ExxonMobil, Shell und BP angeordnet. Er wirft ihnen vor, die gesunkenen Ölpreise nicht an die Verbraucher weiterzugeben und die Autofahrer zu „schröpfen“. Trump sagte, die Benzinpreise müssten eigentlich bei etwa 2,25 Dollar pro Gallone liegen, lägen aber deutlich höher.
Hintergrund der Preisentwicklung
Die Ölpreise waren nach den Konflikten zwischen den USA und Israel mit Iran stark gestiegen, stagnierten dann aber während des Krieges und sanken mit den Fortschritten bei den Friedensgesprächen. Der globale Rohölpreis Brent Crude lag am Mittwoch wieder bei etwa 74 Dollar pro Barrel – etwa auf dem Niveau vor dem Kriegsbeginn. Dennoch zahlen die US-Autofahrer an den Tankstellen durchschnittlich 3,93 Dollar pro Gallone, nachdem der Preis im April über 4 Dollar gestiegen war.
Reaktionen und Gegenwind
Die Industrielobby American Petroleum Institute (API) argumentiert, dass die Kraftstoffpreise nicht eins zu eins den Rohölpreis abbilden, weil auch die Raffineriekosten und andere Faktoren einfließen. Trumps Vorwürfe kommen, nachdem auch in Großbritannien heftige öffentliche Kritik an den Ölgesellschaften laut geworden war – jedoch sah die dortige Wettbewerbsbehörde keine Belege für unlautere Preisgestaltung im Frühjahr. Das Justizministerium hat bestätigt, sich des Falles anzunehmen.
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