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Politik 27.07.2026, 08:14 Aktualisiert: 27.07.2026, 12:04

Angriffspause zwischen USA und Iran hält dritten Tag an – Ölpreis fällt deutlich

Ölpreis Brent unter 88 Dollar gefallen, über 9 % Rückgang.

Wichtige Fakten

  • Ölpreis Brent unter 88 Dollar gefallen, über 9 % Rückgang.
  • 18 US-Soldaten getötet, 624 verwundet seit Kriegsbeginn am 28. Februar.
  • US-Militär warnt vor sinkenden Munitionsbeständen und begrenzter Wirksamkeit der Angriffe.
  • Netanjahu reist am Montag nach Washington zu Gesprächen mit Trump.

Angriffspause hält und Ölpreis fällt deutlich

Die USA und der Iran haben ihre gegenseitigen Angriffe nun drei Nächte in Folge pausiert. Wie der US-Botschafter bei der UNO mitteilte, soll die Feuerpause diplomatischen Gesprächen Raum geben. Der iranische Armeesprecher bestätigte, dass auch Teheran seine Vergeltungsangriffe gestoppt habe. Der Ölpreis fiel am Montag um über neun Prozent auf unter 88 Dollar pro Barrel, nachdem er vergangene Woche noch die 100-Doller-Marke überschritten hatte.

Wirtschaftliche und militärische Folgen des Konflikts

Der Ausbruch des Iran-Kriegs hatte zu einem starken Ölpreisanstieg geführt, da die Straße von Hormuz faktisch geschlossen wurde – eine wichtige Handelsroute für etwa 20 % des weltweiten Öl- und Flüssiggasvolumens. Ein Waffenstillstand im Juni hatte die Preise vorübergehend auf 70 Dollar gesenkt. Laut Pentagon wurden seit dem 28. Februar, dem Start der US-Offensive, 18 US-Soldaten getötet und 624 verwundet – die aktualisierten Opferzahlen zeigen eine deutliche Zunahme der Verletzten. Der oberste US-Militärkommandant, Admiral Bradley Cooper, warnte Präsident Trump eindringlich vor schrumpfenden Munitionsbeständen, was die Entscheidung für eine Kampfpause beeinflusste.

Weiterverhandlung der Sowjetunion: Netanjahu reist nach Washington

Diplomatische Gespräche zwischen Iran, Oman und US-Vertretern über die Wiedereröffnung der Straße von Hormuz laufen. Der israelische Premierminister Netanjahu, ein Gegner einer diplomatischen Lösung im Iran-Konflikt, reist am Montag zu Gesprächen mit Trump nach Washington. Der erwartete erneute Druck des rechten Politikers, der innenpolitisch unter Druck vor den Oktoberwahlen steht, könnte die Verhandlungen belasten. Zudem steigen die allgemeinen Lebenshaltungskosten durch Inflation infolge des Ölpreisschocks, was die europäischen Zentralbanken bereits zu Zinserhöhungen veranlasst hat.

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