Trump-Regierung startet vorbereitende Bauarbeiten für Grenzmauer im Big-Bend-Nationalpark
Wichtige Fakten
- • Bagger arbeiten im Santa-Elena-Canyon im Big-Bend-Nationalpark.
- • CBP sagt, es handle sich um Vorarbeiten für Straßen und Barrieren.
- • Der Auftrag im Wert von 1,7 Milliarden Dollar wurde vergeben.
- • Gegner verweisen auf geringe Zahl illegaler Grenzübertritte.
- • Eine Umwelt- und Bürgerrechtsklage gegen das Vorgehen ist anhängig.
Baubeginn im Nationalpark
Im Big-Bend-Nationalpark in Texas haben Raupebagger mit Vorarbeiten für den Bau neuer Grenzinfrastruktur begonnen. Aktuelle Videoaufnahmen zeigen schwere Maschinen am Eingang des Santa-Elena-Canyons, einer der meistbesuchten Gegenden des Parks. Die Trump-Administration plant, etwa 200 Meilen neue Patrouillenstraßen und vier Fahrzeugsperren zu errichten, die rund 17 Meilen lang sein sollen. Für das Projekt hat die Regierung zahlreiche Umwelt- und Kulturschutzgesetze ausgesetzt, um die Bauarbeiten zu beschleunigen.
Widersprüche und Kritik
Zunächst dementierte die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP), dass die Bauarbeiten mit den Grenzplänen zusammenhängen. Nach Druck von Aktivisten räumte CBP jedoch ein, dass es sich um Bodengutachten für den Bau handelt. Die örtliche Bevölkerung, Geschäftsleute und Politiker beider Parteien kritisieren die Pläne, da die Region nur sehr wenige illegale Grenzübertritte verzeichnet. In den Jahren 2023 und 2024 gab es dort jährlich nur 100 bis 125 Festnahmen.
Rechtliche Schritte
Gegner des Projekts, darunter die Umweltschutzorganisation Center for Biological Diversity und der Flussführer Billy Miller, haben Klage gegen das Vorgehen eingereicht. Sie argumentieren, dass die Aussetzung von Bundesgesetzen verfassungswidrig sei. Eine 30-tägige Ankündigungsfrist für Bodenarbeiten, die im Juni vereinbart wurde, werde nicht eingehalten. Die CBP vergab einen Auftrag über 1,7 Milliarden Dollar an die Southwest Valley Contractors.
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