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International 19.05.2026, 04:42 Aktualisiert: 19.05.2026, 23:01

Trump setzt Iran-Angriff aus und droht mit neuem Schlag bis Wochenende

Trump sagte einen geplanten Angriff auf Iran ab.

Wichtige Fakten

  • Trump sagte einen geplanten Angriff auf Iran ab.
  • Er war eine Stunde von der Entscheidung entfernt.
  • Iran droht bei neuen Angriffen mit neuen Fronten.
  • USA verhängten Sanktionen gegen 12 iranische Personen und Firmen.
  • Drohnenangriff auf AKW Barakah kam aus Irak.

Trump setzt Angriff aus – Ultimatum bis Wochenende

US-Präsident Donald Trump hat einen für Dienstag geplanten „sehr großen“ Angriff auf Iran nach eigenen Angaben abgesagt, weil es „ernsthafte Verhandlungen“ gebe. Er zeigte sich überzeugt von einem baldigen Durchbruch: „Wenn wir das schaffen, ohne sie in Grund und Boden zu bomben, wäre ich sehr zufrieden.“ Verbündete wie Katar, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate hätten um einen Aufschub von zwei bis drei Tagen gebeten. Gleichzeitig erhöht Trump den Druck: Er sei „eine Stunde von der Entscheidung entfernt“ gewesen und gebe Iran bis zum Wochenende Zeit für einen Deal. Andernfalls drohe ein neuer großer Schlag. Vizepräsident JD Vance bekräftigte, die USA seien „bereit und geladen“, den Militäreinsatz wieder aufzunehmen, falls keine Einigung erzielt werde.

Iran zeigt sich weiterhin kompromisslos

Teheran bekräftigte seine Position über den Vermittler Pakistan. Ein neuer Vorschlag sehe unter anderem die Aufhebung von Sanktionen, die Freigabe eingefrorener Gelder und ein Ende der Seeblockade vor. Armeesprecher Mohammad Akraminia drohte: „Wenn der Feind dumm genug ist, neue Angriffe zu starten, werden wir neue Fronten mit neuer Ausrüstung eröffnen.“ Der iranische Präsident Massud Peseschkian erklärte, Dialog bedeute nicht Kapitulation. Analysten sehen beide Seiten in einer Sackgasse: Keine wolle den Krieg fortsetzen, aber auch keine die nötigen Zugeständnisse machen.

Neue Details zu Drohnenangriff auf AKW Barakah

Die Vereinigten Arabischen Emirate gaben bekannt, dass die Drohnen, die am 17. Mai das Kernkraftwerk Barakah angriffen, aus dem Irak kamen. Der Reaktorblock 3 verlor vorübergehend die externe Stromversorgung und musste auf Notstromaggregate zurückgreifen. Es war das erste Mal, dass ein voll in Betrieb befindliches Atomkraftwerk wegen eines militärischen Angriffs auf Notstrom angewiesen war. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zeigte sich besorgt und forderte den Schutz ziviler Nuklearanlagen.

Nato erwägt Einsatz in der Straße von Hormus

Der Oberbefehlshaber der Nato, Alexus Grynkewich, erklärte, ein möglicher Einsatz der Militärallianz in der Straße von Hormus sei eine politische Entscheidung. Die USA erwägen zudem eine Resolution im UN-Sicherheitsrat. Derweil bleibt die Straße von Hormus weitgehend blockiert. Die Wirtschaft leidet unter steigenden Energiepreisen und Lieferengpässen. Der Iran kündigte die Gründung einer eigenen „Behörde für die Straße von Hormus“ an, um den Verkehr zu kontrollieren.

Konflikt im Libanon und weitere Spannungen

Im Libanon setzen die israelischen Streitkräfte ihre Angriffe auf die Hisbollah fort, die mit Iran verbündet ist. Laut libanesischem Gesundheitsministerium wurden seit dem 2. März mindestens 3.042 Menschen getötet. EU und USA verurteilten die Gewalt der Hisbollah, während der Konflikt mit der Einstufung des UN-Sicherheitsbotschafters Russlands und Chinas Vetos als Blockade endet. Die G7-Finanzminister tagten in Paris zu wirtschaftlichen Folgen der Blockade. 45 Millionen Menschen droht eine Hungerkrise, sollte die Sperrung anhalten.

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