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Wirtschaft 12.08.2026, 11:44

TUI im Iran-Krieg: Gewinn bricht ein, Buchungen werden kurzfristiger

TUI operativer Gewinn sinkt um 27 Prozent

Wichtige Fakten

  • TUI operativer Gewinn sinkt um 27 Prozent
  • Iran-Krieg kostet TUI rund 60 Millionen Euro
  • Kreuzfahrtschiffe blockiert, 60 Mio Verlust
  • 9,9 Mio Kunden, Rückgang 3,3%

TUI leidet unter Iran-Krieg – Gewinn fällt

Der Tourismuskonzern TUI hat im dritten Quartal deutlich weniger verdient. Zwischen April und Juni fiel das bereinigte Betriebsergebnis im Jahresvergleich um 27 Prozent auf 234 Millionen Euro – Experten hatten 275 Millionen erwartet. Auch der Vorsteuergewinn sank laut dem britischen "Guardian" drastisch um 43 Prozent auf 153 Millionen Euro. Als Gründe nennt der Konzern den anhaltenden Iran-Krieg, der belastend wirke.

Kunden warten ab – Buchungsverhalten ändert sich

Die anhaltende Krise sowie die allgemeine wirtschaftliche Schwäche und Inflation führen zu einer veränderten Nachfrage: Viele Menschen entscheiden sich kurzfristiger und achten stärker aufs Geld. Es gibt vermehrt günstige Last-Minute-Angebote zu niedrigeren Preisen, während die übrigen Preise über Vorjahresniveau liegen. TUI reagierte mit einer Reduzierung des Angebots um fünf Prozent, um die Margen zu halten.

Belastete Routen und gestrandete Schiffe

Besonders betroffen sind Fernreisen nach Asien und Nahost sowie Ziele wie Türkei, Zypern und Ägypten. Wegen der Kampfhandlungen mussten zwei Kreuzfahrtschiffe rund 12 Wochen im Persischen Golf verweilen und konnten den Suezkanal nicht passieren. Die Kosten dafür – inklusive Rückholung von insgesamt 5.000 Passagieren – beziffert TUI auf 40 Millionen Euro. Insgesamt beträgt der finanziellen Schaden durch den Krieg 60 Millionen.

Ausblick: Sommer mit Erholung, aber vorsichtiger Optimismus

Der Konzern verzeichnet für die letzten Wochen wieder mehr Buchungen und eine "sehr starke Normalisierung". Allerdings bleibt die Unsicherheit: TUI bestätigte die gesenkte Gewinnprognose nur unter der Bedingung, dass sich die Lage im Nahen Osten nicht weiter verschärft und die Treibstoffversorgung gesichert bleibt. Waldbrände und Hitzewellen im Mittelmeerraum haben das Geschäft laut Unternehmensangaben jedoch nicht gedämpft.

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