UBA-Studie: Atomkraft spielt kaum Rolle bei Klimazielen
Wichtige Fakten
- • Wind- und Solarenergie erreichen 70-100% globale Stromversorgung bis 2050.
- • Atomkraftanteil bleibt selbst in atomfreundlichen Szenarien unter 10%.
- • Neue AKW verursachen höhere Stromkosten als Wind und Solar.
- • Bau neuer Meiler braucht Jahrzehnte, Klimaziele erfordern Tempo.
- • Mini-AKW (SMR) bisher ohne kommerzielle Erfahrung außerhalb Chinas und Russlands.
Studie des Umweltbundesamtes: Keine Renaissance der Atomkraft
Eine neue Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes kommt zu dem Schluss, dass Kernenergie zur Erreichung der Klimaziele nur eine untergeordnete Rolle spielen kann. Wind- und Solarenergie seien schneller, günstiger und besser geeignet.
Erneuerbare dominieren Zukunftsszenarien
Die Analyse des Öko-Instituts wertete mehrere globale Szenarien aus. Demnach erreicht Wind- und Solarenergie bis 2050 einen Anteil von 70 bis fast 100 Prozent an der Weltstromversorgung. Der Atommüll-Anteil bleibt selbst in besonders atomfreundlichen Szenarien unter 10 Prozent.
Kosten und Bauzeiten: Atomkraft im Nachteil
Neue Atomkraftwerke verursachen laut Studie dreimal höhere Kosten als Wind- oder Solaranlagen. Zudem seien Bauzeiten von oft über zehn Jahren zu lang für die schnelle CO2-Reduktion bis 2040 in der EU. Ein weiterer Punkt: Große AKW lassen sich schlecht flexibel fahren, was in einem erneuerbaren System wichtig wäre – Ministerpräsident Söder wird für seinen Mini-Akw-Vorsto"ß" wird als zu optimistisch bewertet, da Small Modular React (SMR)s bislang kommerziell kaum erprobt seien.
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