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Sport 07.08.2026, 01:57 Aktualisiert: 07.08.2026, 12:02

Norwegens Verband fordert Infantinos Rücktritt – Mexiko und Argentinien stützen FIFA-Chef

Norwegens Fußballverbands-Chefin Klaveness fordert Infantinos Rücktritt.

Wichtige Fakten

  • Norwegens Fußballverbands-Chefin Klaveness fordert Infantinos Rücktritt.
  • Mexiko und Argentinien unterstützen Infantino trotz Rücktrittsforderungen.
  • UEFA bekräftigt Boykottoption bei fehlenden Garantien.
  • Konkacaf kritisiert Infantinos Führung als ‚eklatantes Fehlverhalten‘.
  • Infantino bot Verbänden 40 Millionen Dollar für FFE-Unterstützung.

Rücktrittsforderungen aus Norwegen

Die norwegische Fußballverbandspräsidentin Lise Klaveness hat Fifa-Präsident Gianni Infantino zum Rücktritt aufgefordert. Sie argumentierte, Infantino verfüge nicht über das nötige institutionelle Vertrauen, um den Weltverband in der aktuellen Zeit stabil zu führen. Klaveness verwies auf eine Liste von Bedenken, darunter die Vergabe von Turnieren, die Verleihung des Fifa-Friedenspreises an Donald Trump und die Aufhebung einer Sperre für Folarin Balogun nach einem Trump-Anruf. Die Ablehnung sei im Dialog mit der Fifa klar formuliert worden.

Unterstützung aus Mexiko und Argentinien

Am Freitag stellte sich der mexikanische Verband hinter Infantino und brach damit mit der Haltung seines Dachverbands Concacaf. Das Statement betonte, man unterstützte Infantinos Arbeit für die Fußballentwicklung. Die FMF lehne alle Prozesse ab, die nicht im institutionellen Rahmen stattfänden. Zuvor hatte Südamerikas Verband Conmebol ähnliche Unterstützung signalisiert. Gleichzeitig äußerte Conmebol Bedenken über unilateral Aktionen. Für die WM-Gastgeber 2026 ist die Kontroverse ein heikler Punkt, denn auch Argentinien lobte Infantino als Führungsfigur und sprach von einem transparenten Regierungsmodell einem „transparenten‘ Regierungsmodell.

UEFA bleibt hart – möglicher Boykott

Die UEFA bleibt in ihrer Ablehnung unnachgiebig. Trotz des Abbruchs des FFE-Projekts bekräftigte sie, das Vertrauen in Infantino sei verloren. Bedingungen, etwa eine Zusicherung, solche Abläufe nie zu wiederholen, seien nicht erfüllt. Auch die englische FA, Wales, Albanien und Kroatien haben die Unterstützung entzogen. Konkacaf kritisierte Infantinos Vorgehen nicht direkt mit fehlendem Vertrauen, warf seiner Führung aber ein Muster an Fehltritten vor. Die Europäer schließen nicht mehr aus, bei der WM auf eine Teilnahme zu verzichten – für Infantino ein alarmierendes Signal.

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