UK-Arbeitsmarkt: Weniger offene Stellen, aber stable Löhne
Wichtige Fakten
- • Mehr als fünf Jahre Tiefstand bei offenen Stellen erreicht.
- • 707.000 offene Stellen zwischen Mai und Juli verzeichnet.
- • Arbeitslosenquote bleibt bei 4,9 Prozent stabil.
- • Lohnwachstum im Privatsektor auf 2,8 Prozent gefallen.
- • Experten warnen vor Belastungen durch Energiekosten und Abgaben.
Jobmarkt im Sinkflug
Die Zahl der offenen Stellen im Vereinigten Königreich ist laut Angaben des Office for National Statistics (ONS) auf den niedrigsten Stand seit über fünf Jahren gefallen: Zwischen Mai und Juli wurden rund 707.000 Stellen ausgeschrieben. Kleinere Unternehmen reduzieren ihre Rekrutierung vor allem wegen gestiegener Arbeits- und Energiekosten, die nicht zuletzt auf den Iran-Krieg und die Erhöhung der Sozialabgaben zurückgeführt werden.
Lohnentwicklung und Arbeitslosigkeit
Während die regulären Einkommen im Jahresvergleich insgesamt um 3,5 Prozent zulegten, fiel das Lohnwachstum im Privatsektor mit 2,8 Prozent so niedrig aus wie seit fast sechs Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote blieb unverändert bei 4,9 Prozent. ONS-Daten zeigen, dass die Zahl der Lohnempfänger den zweiten Monat in Folge um jeweils rund 13.000 Menschen gesunken ist.
Reaktionen und politische Forderungen
Regierungsvertreter zeigen sich verhalten optimistisch und verweisen auf Arbeitsmarktreformen, während die Opposition auf die hohe Arbeitslosigkeit hinweist. Vonseiten der Organisationen wie der British Chambers of Commerce und des TUC wird der Abbau von Rekrutierung sowie der Druck durch Nullstunden-Verträge deutlich kritisiert – Forderungen nach Gegenmaßnahmen werden laut, sagen Experten.
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