UK erwägt Senkung der Elektroauto-Verkaufsziele
Wichtige Fakten
- • Großbritannien erwägt Senkung des EV-Verkaufsziels von 80% auf 50% bis 2030.
- • Die Überprüfung erfolgt bis Oktober und umfasst Optionen von 50% bis 80%.
- • Klimaaktivisten und Ladeinfrastruktur-Branche kritisieren die mögliche Abschwächung.
- • Der Verkauf von Benzin- und Dieselautos bleibt ab 2035 verboten.
Regierung erwägt flexible Zielsetzung
Die britische Regierung hat eine Überprüfung der Verkaufsziele für Elektrofahrzeuge angekündigt. Unter dem Druck der Automobilindustrie wird erwogen, das Ziel von 80% für das Jahr 2030 auf bis zu 50% zu senken. Die Konsultation läuft bis Ende Oktober und umfasst auch Optionen von 60% oder 70%. Die Beibehaltung der strengen Zielmarke ist ebenfalls möglich. Dabei bleibt das geplante Verbot von Neuwagen mit reinem Benzin- oder Dieselantrieb ab 2035 unverändert bestehen, wie es das Wahlprogramm der Labour-Partei vorsieht.
Kontroverse und Kritik
Umweltverbände und Befürworter der Elektromobilität haben die Pläne scharf kritisiert. Die meisten neuen Optionen würden den CO2-Ausstoß laut Experten erhöhen. Branchenvertreter wie die Electric Vehicles UK argumentieren, zu schwächere Ziele senden das falsche Signal, gerade in einem Sommer mit Rekordhitze und extremer Trockenheit. Zudem gefährde die Unsicherheit Milliardeninvestitionen in die Ladeinfrastruktur.
Branche zeigt sich betroffen
Während die Automobilindustrie die Überprüfung begrüßt und auf flexible Anpassungen drängt, fürchten Ladeinfrastruktur-Unternehmen erhebliche Rückschläge. 'Ultra-Schnelllade-Netzwerke hängen von verlässlichen politischen Rahmenbedingungen ab', warnt der Chef von InstaVolt. Auch das Thinktank Energy and Climate Intelligence Unit rechnet damit, dass eine Senkung auf 50% fast sechs Millionen Elektroautos zusätzlich vom Markt fernhalten würde.
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